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Österreicher sind zuversichtlich in Bezug auf die Wirtschaft, aber zunehmend besorgt über globale Erwärmung und Kriminalität.
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Österreicher sind zuversichtlich in Bezug auf die Wirtschaft, aber zunehmend besorgt über globale Erwärmung und Kriminalität.

Das österreichische Verbrauchervertrauen ist das fünfthöchste in Europa und blieb im dritten Quartal mit 102 Punkten stabil. Derzeit sind die Dänen (118), die Deutschen (104), die Tschechen (103) und die Niederländer (103) die einzigen Länder, die beim Verbrauchervertrauen vor Österreich liegen, wobei der gesamteuropäische Durchschnitt mit deutlich niedrigeren 88 Punkten (+ 1 Punkt) liegt.

Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum Verbrauchervertrauen von The Conference Board® in Zusammenarbeit mit Nielsen. Der Verbrauchervertrauensindex bildet die Einschätzung der Verbraucher zu ihren Job-Aussichten, ihrer persönlichen finanziellen Situation und ihrer Bereitschaft, Geld auszugeben, ab – immer mit Blick auf die kommenden zwölf Monate. Weltweit untersucht Nielsen seit 2005 das Verbrauchervertrauen in 64 Ländern.

Sparen steht auf der Tagesordnung

Es zeigt sich auch, dass Sparen nicht mehr nur ein Trend ist, sondern sich bei den Österreichern etabliert. Rund jeder dritte Verbraucher in Österreich denkt zunächst ans Sparen (33 Prozent) nach der Deckung seiner Lebenshaltungskosten. Lediglich die Ausgaben für Kleidung (34 Prozent) und Urlaub (42 Prozent) sind im Ranking der Ausgaben, die Österreicher nach Deckung ihrer Lebenshaltungskosten tätigen, noch höher. Im europäischen Durchschnitt steht das Sparen seit vielen Jahren an erster Stelle. 39 Prozent der durchschnittlichen Europäer sparen ihr Geld, indem sie ihre Lebenshaltungskosten decken, bevor sie es für Urlaub (38 Prozent) oder Kleidung (37 Prozent) ausgeben.

Österreicher blicken zuversichtlich auf ihre Finanzen.

Im dritten Quartal 2019 halten 44 Prozent der Österreicher die kommenden zwölf Monate für eine gute oder sehr gute Zeit, um Geld auszugeben. Dies entspricht einem Zuwachs von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich dazu liegt der europäische Durchschnitt bei 37,5 Prozent (+1 Prozent). Zudem sind die Österreicher optimistisch in Bezug auf die eigene finanzielle Situation; 58 Prozent der Verbraucher in Österreich bewerten ihre finanzielle Situation für die kommenden zwölf Monate als gut oder sehr gut (+1 Prozent). Der europäische Durchschnitt liegt bei 46 Prozent (+7 Prozent).

Die größte Sorge ist der Klimawandel

Der Verbrauchervertrauensindex zeigt auch, was die Österreicher am meisten beschäftigt. Die größte Sorge der Österreicher im dritten Quartal 2019 ist die Gesundheit – allerdings sank die Sorge gegenüber dem letzten Quartal um einen Punkt auf 20 Punkte. Die globale Erwärmung (19 Punkte, +2 Punkte gegenüber Q2) und Kriminalität (18 Punkte, plus 6 Punkte gegenüber Q2) liegen auf den Plätzen zwei und drei.

ÜBER DIE NIELSEN GLOBAL SURVEY

Der von The Conference Board® in Zusammenarbeit mit Nielsen durchgeführte Global Consumer Confidence Index über das Vertrauen der Konsumenten und ihre Einkaufsgewohnheiten wurde zuletzt im ersten Quartal 2019 durchgeführt. Dabei wurden mehr als 32.000 regelmäßige Internetnutzer in 64 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale Abweichung von ±0,6 Prozent. Diese Onlineumfrage basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben. Der Verbrauchervertrauensindex für China wird in einer separaten Umfrage mit kombinierter Methodik unter 2.400 Befragten erhoben. Die Global Consumer Confidence Survey wird seit 2005 kontinuierlich durchgeführt.