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Europäer geben mehr Geld für Produkte des täglichen Bedarfs aus
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Europäer geben mehr Geld für Produkte des täglichen Bedarfs aus

Europäische Verbraucher kaufen mehr Waren des täglichen Bedarfs als zu-vor – und das, obwohl die Preise steigen. Das zeigen die jüngsten Nielsen-Zahlen: Die Umsätze der sogenannten Fast Moving Consumer Goods (FMCG) stiegen im ersten Quartal 2013 um 3,3 Prozent* gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während das Umsatzwachstum im vorherigen Quartal (Q4 2012) bei 2,8 Prozent* gelegen hatte. Ein Blick in die jüngste Vergangenheit zeigt, dass der Umsatz jedes Quartal gestiegen ist, jedoch lag im ersten Quartal 2013 die Wachstumsrate erstmals seit 2011 über der des Vorquartals. Das vierte Quartal 2011 verzeichnete den in letzter Zeit höchsten Wachstumssprung mit einem Plus von 5,2 Prozent*.

„Die europäischen FMCG-Umsätze bleiben ermutigend”, erläutert Andreas Leisi, Geschäftsführer Nielsen Alpine, diese Zahlen. „Das allgemein schwierige Wirtschaftsklima veranlasst die Verbraucher keineswegs, ihren Konsum bei den Produkten des täglichen Bedarfs einzuschränken. Im Gegenteil: Sie sind bereit, höhere Preise zu bezahlen.”

Von den 21 beobachteten europäischen Ländern verzeichneten bei den FMCG-Umsätzen neben Österreich (plus 5,0 Prozent*) auch die Türkei und Finnland die höchsten nominalen Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Unter den fünf großen westeuropäischen Märkten führt Großbritannien, gefolgt von Deutschland. Betrachtet man die weiteren europäischen Länder, so wei-sen lediglich Griechenland und Irland weiterhin sinkende Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf.

Steigende Preise für europäische FMCG-Güter sind der Hauptgrund für das nominale Umsatzwachstum. Die Inflationsrate lag im ersten Quartal 2013 mit 3,1 Prozent* minimal über dem Wert des vierten Quartals 2012 (3,0 Prozent*). Von den 21 Ländern verzeichneten acht eine Inflationsrate von mehr als 3,0 Prozent*, elf lagen darunter. Griechenland und Norwegen meldeten als einzige Länder einen Rückgang der Preise gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Beispiel: Das nominale Umsatzwachstum in Europa von 3,3 Prozent setzt sich zusammen aus der Inflationsrate – dem Preisanstieg pro Einheit – von 3,1 Prozent und dem Anstieg des Absatzvolumens von 0,2 Prozent (in Einheiten).

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg im ersten Quartal 2013 auch das Absatzvolumen in Europa um 0,2 Prozent*, während im vorangegangenen Quartal noch ein Rückgang von 0,2 Prozent* gemessen wurde. Der aktuelle Anstieg beendet damit die Serie der rückläufigen Entwicklung der drei vorangegangenen Quartale. Der allgemeine Aufwärtstrend ist auch in Österreich zu spüren: Erstmals stieg das Absatzvolumen um 0,7 Prozent*, während im vorangegangenen Quartal noch ein Minus von 2,3 Prozent verzeichnet wurde. Von den 21 beobachteten europäischen Ländern blicken Norwegen und die Türkei auf das höchste prozentuale Absatzwachstum, während Irland und Ungarn den stärksten Rückgang messen.


Über den Nielsen Growth Reporter

Der Nielsen Growth Reporter vergleicht die Marktentwicklung (Nominalwert und Einheiten) im FMCG-Sektor in ganz Europa. Er basiert auf den Umsatzdaten, die Nielsen in 21 europäischen Märkten erhebt und deckt die Umsätze der Vertriebslinien Lebensmittel, Hypermarkt, Supermarkt, Discounter und Convenience ab. Er basiert auf dem größtmöglichen Warenkorb an Produktkatego-rien, den Nielsen in jedem dieser Länder und Vertriebslinien kontinuierlich verfolgt.