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Sortimentswandel im Drogeriefachhandel
Studie

Sortimentswandel im Drogeriefachhandel

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Mit der Insolvenz von Schlecker beziehungsweise dessen Nachfolgeunternehmen dayli im Jahr 2014 hat sich der österreichische Drogeriefachhandel neu aufgestellt. Drei volle Jahre Nielsen DFH Paneldaten bieten nun Anlass einen Blick auf die vergangenen Entwicklungen zu werfen.

Seit 2015 hat der österreichische Drogeriefachhandel in den drei Kernsortimenten Food, Drug sowie Düfte & Dekorative Kosmetik über 2,4% Umsatz gewonnen. Dabei zeigt sich neben verlagernden Sortimentsschwerpunkten und neuen Promotionstrategien ein deutlicher Trend in Richtung Lebensmittel und Reformkost.

Rund 59% des gesamten Umsatzwachstums zwischen 2015 und 2017 wurden im Kernsortiment Food mit einer überdurchschnittlichen Entwicklung von +9,7% realisiert. Dabei zeigt sich ein deutlicher Trend in Richtung Bio-Lebensmittel, deren Sortimentsbedeutung auf 35,8% gestiegen ist. 2017 hat sich dieser Trend gedreht und konventionelle Lebensmittel konnten stärkeres Wachstum verzeichnen. Diese sortimentspolitische Maßnahmen setzten zunächst starke Impulse und stabilisieren sich nun.

Die zwei absolut am stärksten wachsenden Kategorien seit 2015 sind Süßwaren und OTC, die gemeinsam mehr als die Hälfte des gesamten Food-Wachstums im Drogeriefachhandel ausmachen. Unter den Warengruppen präsentieren sich  Tee, Speiseöl, Trockenfrüchte & Kerne, Riegel aber auch diverse Getränke-Warengruppen als starke Treiber, die häufig auch hohe Bio-Relevanz zeigen.

Der neue Lebensmittelschwerpunkt im Drogeriefachhandel schlägt sich auf die Entwicklung des Drogeriesortiments, das im selben Zeitraum nur mit +1,2% wachsen kann. Hier zeigt sich Dekorative Kosmetik mit +3,8% als Trendsegment, während die Kategorie Düfte im Jahr 2017 Umsatz verliert. Unter den klassischen Drug-Warengruppen treiben Baby, Mundpflege und Hygienepapier das Wachstum, während die negative Entwicklung von Haarstyling und Spezialreinigern das Umsatzniveau drückt.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass Dauertiefpreisstrategien und ein Trend zu Eigenmarken starken Einfluss auf das vergleichsweise geringe Umsatzwachstum im Drogeriefachhandel seit 2015 haben. Dies zeigt sich unter anderem in dem wesentlich stärker ausgeprägten Mengenwachstum (+5,8% in Pack) und dem stark überdurchschnittlichen Eigenmarkenwachstum, das im Kernsortiment Drug bei +7,9% liegt.


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