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Der Promotiondruck im Handel nimmt weiter zu
Studie

Der Promotiondruck im Handel nimmt weiter zu

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Rund jeder dritte Euro wird in Österreich im Lebensmitteleinzelhandel aktuell für Artikel in Aktion (lt. Nielsen Definition: Umsätze aus Preisreduzierungen, Displays und Flugblatt/Tageszeitungen) ausgegeben.

Mit einem Umsatzanteil der Promotions von ~35% (LH exkl. H/L – Food & Drug Total – YTD bis KW51/2017) liegt Österreich sogar über dem europäischen Durchschnitt (~29%) und zeichnet sich somit als überdurchschnittliche promotionintensive Handelslandschaft aus. Dies bestätigt auch die Nielsen Studie „Shopper Trends 2017″, in der 63% der Teilnehmer angeben, ihre Einkaufsgeschäfte aufgrund von Angeboten regelmäßig zu wechseln.

Durch eine deutliche Intensivierung des Wettbewerbs und Maßnahmen zur              Differenzierung nahm dieser Promotiondruck in den letzten 10 Jahren deutlich zu      (Promotionanteil 2017 vs. 2007: +6,8% Punkte). In Wien stieg der Promotiondruck 2017 am deutlichsten (+1,1% Punkte), nicht zuletzt durch Neueröffnungen ehemaliger Zielpunktstandorte und stärkerem Aktionsdruck im hart umkämpften Osten.

Bei den Food-Kategorien zeigt sich besonders bei den Getränken ein traditionell hoher Promotionanteil, der in manchen Warengruppen wie zum Beispiel Bier oder Kaffee bereits mehr als 50% erreicht. Durch die Dynamik von Bio und dem Trend zu gesunder Ernährung steigt der Aktionsanteil am Umsatz aber am stärksten in den Kategorien Reform, Grundnahrung und Convenience. Im Drug-Bereich wurde vor allem bei Produkten aus dem Heimtier- und Mundpflege-Bereich der größte Zuwachs an Promotionumsätzen verzeichnet.

Durch Warengruppenrabatte, Aktionspickerl, dauerhafte Preissenkungen, Jubiläen und viele weitere Promotionarten stieg die „Aktionitis“ in den letzten Jahren kontinuierlich. Dies hat jedoch auch negative Effekte. Langfristig zeigt sich, dass der Zusatzabsatz der durch Promotions erzielt wird, rückläufig ist. Um daher den gewünschten Absatzeffekt mit einer Aktion zu erzielen, ist die richtige Preis- und Promotionstrategie je Warengruppe immer wichtiger.

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