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Verbrauchervertrauen weiterhin hoch

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Wien, 6. August 2013 – Die Österreicher zählen im Vergleich zu ihren Nachbarn in Europa immer noch zu den optimistischen Verbrauchern. Mit einem leichten Rückgang von 89 auf 87 Indexpunkte liegt das Verbrauchervertrauen der Österreicher im zweiten Quartal 2013 weit über dem europäischen Durchschnitt von 71 Punkten. Österreich bildet damit neben Norwegen, der Schweiz, Dänemark und Deutschland die Top Fünf der europäischen Länder. Dies ist das Ergebnis der aktuellen weltweiten Umfrage zum Thema Vertrauen und Einkaufsgewohnheiten von Nielsen, einem führenden Anbieter von Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern. Ihre persönliche Finanzlage schätzen die Österreicher sogar leicht besser ein als im vergangenen Quartal, ebenso ist ihre Kaufbereitschaft um einen Punkt gestiegen.

Dass die österreichischen Verbraucher weiterhin optimistisch sind, bringen die Fachexperten bei Nielsen Alpine mit den guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes in Zusammenhang. Der Arbeitsmarkt war im Frühjahr weiterhin stabil, die Wirtschaft verzeichnete einen moderaten Aufschwung nach Monaten der Stagnation. Größtes Risiko für Österreich bildet nach wie vor die Rezession in der Eurozone.

Gute finanzielle Lage für Schuldenabbau genutzt

Mehr als die Hälfte aller Österreicher beurteilt ihre persönliche Finanzlage als gut oder ausgezeichnet (52 Prozent). Entsprechend nutzen viele Österreicher ihre gute ökonomische Situation, um Schulden zu begleichen und Kredite abzuzahlen. Auch für Urlaub wenden die Österreicher ihr Geld auf. Erst an dritter Stelle steht das Sparen, während dies für die Mehrheit der europäischen Bürger das wichtigste Anliegen ist. Dass sich die Österreicher wenig Sorgen um ihre Finanzen machen, belegt auch ihr Konsumverhalten: 60 Prozent der Befragten geben an, ihre Haushaltsausgaben nicht reduziert zu haben. Falls doch gespart wird, greifen mehr als zwei Drittel der Befragten am ehesten auf günstige Lebensmittelmarken zurück. Beim Blick auf das kommende Jahr bereiten den Österreichern nach wie vor steigende Nebenkosten Sorgen, gefolgt von Sorgen um die Wirtschaftslage und steigende Nahrungsmittelpreise. Dementsprechend würden die Befragten weiterhin am ehesten bei Lebensmitteln sparen, auch wenn sich ihre wirtschaftliche Lage in Zukunft verbessern sollte. Im Hinblick auf die Rezession im eigenen Lande ist der Optimismus der Österreicher im Vergleich zum ersten Quartal 2013 leicht gesunken: 57 Prozent meinen, dass sich das Land in einer Rezession befindet, im ersten Quartal waren es 53 Prozent. Im europäischen Durchschnitt sind es 74 Prozent.

Kaufzurückhaltung in Europa

In Gesamteuropa stagniert der Konsum, ergab die Befragung in den europäischen Ländern, denn verfügbares Geld wird vor allem gespart. Dies verwundert nicht, da die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes die größte Sorge der Europäer ist. Das Verbrauchervertrauen in der Region liegt unverändert bei 71 Punkten und scheint somit im Vergleich zum Vorjahr auf den ersten Blick stabil. Allerdings verzeichnen die einzelnen europäischen Länder sehr unterschiedliche Entwicklungen. Während 13 Länder Zuwächse aufweisen, verzeichnen 14 Länder einen negativen Trend. Von letzteren sind allein zehn in Westeuropa angesiedelt, vier osteuropäische Länder hingegen können global gesehen die größten Zuwächse verzeichnen – nämlich Griechenland, die Ukraine, Litauen und Rumänien.

USA profitieren von Erholung auf Arbeits- und Immobilienmarkt

In den USA hellt sich die Stimmung etwas auf. An eine Rezession glauben 72 Prozent der Amerikaner – fünf Prozent weniger als im ersten Quartal. „Diese Entwicklung ist auf die positiven makroökonomischen Entwicklungen in den USA zurückzuführen“, erklärt Dr. Venkatesh Bala, Chefökonom von The Cambridge Group, einer Tochtergesellschaft von Nielsen. „Während die Arbeitslosenzahlen bei 7,6 Prozent liegen und weiterhin sinken, zählen die Rekordergebnisse an den Aktienmärkten und die Erholung des Immobilienmarktes zu den wichtigsten Veränderungen. Diese Faktoren haben einen eindeutigen Einfluss auf die Vermögenslage und Ausgabeabsichten der US-Haushalte.“

Verhaltener Aufwärtstrend auf globalem Niveau

Während die Vertrauenswerte in Europa im Durchschnitt stabil blieben, haben sich die Einschätzung der persönlichen Finanzen, die Anschaffungsneigung und die Berufsaussichten in den drei größten Volkswirtschaften USA, China und Japan verbessert. „Dies hat einen positiven Effekt auf die Weltwirtschaft“, so Bala. „Dennoch könnten makroökonomische Ereignisse wie ein starker Anstieg der Zinssätze die Erholung des Verbrauchervertrauens beeinträchtigen. Dies könnte die Nachfrage nach Wohnimmobilien bremsen und die Verbraucher von größeren Anschaffungen abhalten.“

Führend in Sachen Optimismus ist mit 124 Index-Punkten weiterhin Indonesien, das im Vergleich zum Vorquartal noch einmal um zwei Punkte zugelegt hat. Den stärksten Anstieg um elf Punkte verzeichnete Pakistan. Auffällig ist, dass die optimistischsten Länder überwiegend Schwellenländer sind (Indonesien, Philippinen, Indien, Thailand, Malaysia), während sich unter den zehn pessimistischsten Ländern insgesamt neun europäische finden (u. a. Portugal, Italien, Ungarn, Kroatien, Griechenland und Spanien). Die größte Stimmungsschwankung nach unten verzeichneten Israel und Norwegen (minus 8 bzw. minus 7 Punkte) – letzteres zählt dennoch mit 98 Punkten weiterhin zu den optimistischen Ländern.

Den vollständigen internationalen Report zur Studie können Sie kostenfrei anfordern über [email protected].

Über die Nielsen Global Survey

Die Nielsen Global Survey über das Vertrauen der Konsumenten und ihre Einkaufsgewohnheiten wurde zuletzt im Zeitraum vom 13. bis 31. Mai 2013 durchgeführt. Dabei hat Nielsen mehr als 29.000 regelmäßige Internetnutzer in 58 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale Abweichung von ±0,6%. Diese Nielsen Onlineumfrage basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben. Der Verbrauchervertrauensindex für China wird in einer separaten Umfrage mit kombinierter Methodik unter 3.500 Befragten erhoben. Die Nielsen Global Survey wird seit 2005 kontinuierlich durchgeführt.