Pressebereich

Konsumentenstimmung der Österreicher 2016 stabil

  • Fünf-Jahres-Vergleich zeigt sinkenden Optimismus der Österreicher
  • Job-Optimismus: starker Einbruch im Fünf-Jahres-Vergleich
  • Hälfte der Österreicher schätzt die eigene finanzielle Lage als positiv ein

Wien, 08. September 2016 – Glückliches Dänemark – es hat die optimistischsten Konsumenten in Europa. Auch in der aktuellen Erhebung führt Dänemark die Rangliste der europäischen Länder mit deutlichem Vorsprung an (112 Indexpunkte). Den zweiten Platz teilen sich Großbritannien, Tschechien und die Türkei mit jeweils 98 Punkten. Auf dem dritten Platz folgen Deutschland und Irland mit jeweils 96 Punkten. Die Österreicher liegen mit 83 Punkten im Mittelfeld der Europäer, was den Optimismus betrifft (Q 2 2016: 83 Indexpunkte). Damit liegt Österreich im zweiten Quartal 2016 um vier Indexpunkte über dem europäischen Durchschnitt (79 Punkte) und elf Indexpunkte geringer als vor fünf Jahren (Österreich Q2 2011: 94 Punkte). Das ist das Ergebnis des aktuellen Verbrauchervertrauensindex von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern liefert. Der Verbrauchervertrauensindex bildet die Job-Aussichten, die persönliche finanzielle Situation und die Bereitschaft, Geld auszugeben ab – immer mit Blick auf die kommenden zwölf Monate und im europäischen Vergleich. Weltweit untersucht Nielsen seit 2005 das Verbrauchervertrauen in 63 Ländern. 

Arbeitsmarkt-Optimismus hat sich in den letzten 5 Jahren stark verringert 

Der Arbeitsmarkt-Optimismus der Österreicher ist verhalten: nur 24 Prozent der Österreicher schätzen die inländische Arbeitsmarktsituation als gut oder sehr gut ein (Q2 2016). Das sind noch einmal drei Prozentpunkte weniger als im Vorquartal (Q1 2016: 27%). Dramatisch ist die 5-Jahres Sicht: Im zweiten Quartal 2011 waren noch 56 Prozent optimistisch über den Arbeitsmarkt in Österreich, fünf Jahre später in 2016 sind es nur mehr 24 Prozent. Das sind drei Prozentpunkte weniger als im europäischen Durchschnitt (27%). Die positivste Arbeitsmarkt Einschätzung haben aktuell die Deutschen mit 59 Prozent. 

Kauflaune der Österreicher gestiegen, Zufriedenheit mit persönlicher finanzieller Situation 

Die Kauflaune der Österreicher ist im zweiten Quartal 2016 etwas gestiegen. 42 Prozent der Österreicher sind der Meinung, dass die nächsten zwölf Monate eine gute Zeit zum Geldausgeben sind, was eine Steigerung um drei Prozentpunkte zum Vorquartal ist (Q1 2016:39%, Q2 2016: 42%). Im Fünf-Jahres-Vergleich zeigt sich der Positivtrend deutlich: Der Wert für die Kauflaune der Österreicher lag 2011 bei 35 Prozent. Erst seit dem dritten Quartal 2015 ist der Wert deutlich gestiegen. Zudem bewertet die Hälfte der Österreicher ihre persönliche finanzielle Situation als gut bis sehr gut – ein Rückgang um vier Prozentpunkte im Vergleich zum Vorquartal (Q1 2016: 56%; Q2 2016: 52%). „Die Österreicher sind beim Thema Geld ausgeben aktuell mehrheitlich zuversichtlich gestimmt“, fasst Judith Kuiper zusammen, Geschäftsführerin Nielsen Österreich. 

Urlaube und Sparen: so geben die Österreicher ihr Geld aus 

Das gute Konsumklima zeigt sich auch darin, dass die Österreicher ihr Geld weiterhin gerne ausgeben. Die niedrigen Zinssätze tragen sicherlich ihren Teil dazu bei. Nach Deckung der Lebenshaltungskosten investieren die Österreicher am liebsten in Urlaube (37%), neue Kleidung (33%) und Verschönerung ihres Heims (26%). 36 Prozent sparen Geld und 29 Prozent zahlen damit Kredite zurück. 

Günstigere Lebensmittel und Selbstkochen: wie die Österreicher ihre Ausgaben senken 

Wenn die Ausgaben reduziert werden sollen, greifen österreichische Verbraucher am häufigsten zu günstigeren Lebensmittelmarken (62%). Die Sparmaßnahmen Nummer zwei und drei sind seltener auswärts essen (60%) und weniger für neue Kleidung ausgeben (58%). „Der Kauf von günstigeren Lebensmittelmarken hat sich hierzulande zur beliebtesten Sparmaßnahme entwickelt“, so Judith Kuiper. Im europäischen Durchschnitt zeigen sich ähnliche Prioritäten: 55 Prozent der Befragten sparen, indem sie weniger für neue Kleidung ausgeben, 50 Prozent schränken die Freizeitaktivitäten außer Haus ein und 49 Prozent greifen zu günstigeren Lebensmittelmarken. 

Internationaler Terror und Immigration sind die Hauptsorgen der Österreicher 

Bereits im ersten Quartal 2016 zeigte sich, dass die nicht-ökonomischen Sorgen die Österreicher mehr beschäftigen als die ökonomischen. Dieser Trend setzt sich auch im zweiten Quartal 2016 fort. Für jeden vierten Konsumenten ist der internationale Terror die Hauptsorge (Q2 2016). „Der internationale Terrorismus gehört im zweiten Quartal zu den Hauptsorgen der Verbraucher. Bislang hat dies jedoch keine erkennbare Auswirkung auf das gute Konsumklima”, analysiert Judith Kuiper. Weitere Sorgen der Österreicher sind Immigration (20%), die Wirtschaft (21%) und Kriminalität (21%). In Europa machen sich die Menschen am meisten Gedanken über Terrorismus (24%), gefolgt von Jobsicherheit (20%) und Wirtschaft (20%). 

Den vollständigen internationalen Report zur Studie können Sie kostenfrei anfordern unter: http://www.nielsen.com/at/de/insights/reports/2016/Consumer-Confidence-Q2-2016.html

Länderinformationen erhalten Sie im Nielsen Store unter:http://nielsn.co/kZ5hZK.

Über die Nielsen Global Survey

Die Nielsen Global Survey über das Vertrauen der Konsumenten und ihre Einkaufsgewohnheiten wurde zuletzt im Zeitraum vom 09. bis zum 27. Mai 2016 durchgeführt. Dabei hat Nielsen mehr als 30.000 regelmäßige Internetnutzer in 63 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale Abweichung von ±0,6 Prozent. Diese Nielsen Onlineumfrage basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 63 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben. Der Verbrauchervertrauensindex für China wird in einer separaten Umfrage mit kombinierter Methodik unter 3.500 Befragten erhoben. Die Nielsen Global Survey wird seit 2005 kontinuierlich durchgeführt. 

Über Nielsen 

Nielsen Holdings plc (NYSE: NLSN) ist ein globales Performance Management Unternehmen, das ein umfassendes Verständnis darüber liefert, was Konsumenten sehen (Watch) und was sie kaufen (Buy). Der Watch-Bereich bietet Medien und Werbungtreibenden Reichweitenmessungen über alle Endgeräte hinweg an, auf denen Content – Video, Audio und Text – konsumiert werden kann. Im Buy-Bereich bietet Nielsen Herstellern von Gütern des täglichen Bedarfs (Consumer Packaged Goods) und Händlern Erkenntnisse über die Performance im Einzelhandel. Indem die Informationen aus Watch und Buy sowie anderen Datenquellen integriert werden, liefert Nielsen seinen Kunden nicht nur Messungen und Insights auf höchstem Niveau, sondern auch Analysen, die nachhaltig zur Optimierung der Unternehmensleistung beitragen. Nielsen, ein S&P 500 Unternehmen, ist in mehr als 100 Ländern aktiv und deckt so mehr als 90 Prozent der weltweiten Bevölkerung ab. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.at.nielsen.com.

Medienkontakt:
Gero Döring
Director Marketing & Corporate Communications DACH
Tel.: +49 (0) 69 / 7938-0
E-Mail: Gero.Doering@nielsen.com