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Großteil der Handelspromotions ist nicht rentabel
Bericht

Großteil der Handelspromotions ist nicht rentabel

Weltweit generieren sechs von zehn Handelspromotions im Lebensmittelhandel finanzielle Verluste für Hersteller von Konsumgütern. Und die Situation wird immer schlechter. Jedes Jahr werden etwa 500 Milliarden Dollar für Handelspromotions aufgewendet. Dabei investieren FMCG-Hersteller oft  bis zu 20 Prozent ihrer Einnahmen in diese Aktionen. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Studie von Nielsen, einem führenden Anbieter von Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern.

Die neue Studie zeigt, dass im Jahr 2014, 59 Prozent der Handelspromotions in führenden Industrieländern Nettoverluste eingefahren haben. Zudem hat sich der durchschnittliche Verlust der Promotions  in den letzten drei Jahren stetig erhöht.

Noch nie wurden Handelspromotions derart umfassend unter die Lupe genommen wie in dieser Studie. Nielsen analysierte die Performance von 76 Millionen Promotion-Aktionen für 5 Millionen Produkte über das gesamte Jahr 2014 hinweg, und dies zugleich über unterschiedliche Handelskanäle. Die Studie umfasst sieben Länder: USA, Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Kanada – mit Einzelhandelsumsätzen in Höhe von etwa 750 Milliarden Dollar.

Während die Hauptkennzahlen der Studie die durchschnittliche Performance pro Land und Kategorie abbilden, gibt es grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Angeboten verschiedener Hersteller, von denen manche sich gut und andere weniger gut entwickelt haben. Über die gesamte Studie hinweg, haben die effizientesten Promotions (Top 10 Prozent) das Siebenfache an Einnahmen der am wenigsten effizienten (untere 10  Prozent) eingebracht.

Im globalen Vergleich steht Deutschland relativ gut da: Der Anteil der Handelspromotions, die Verluste verursachen, liegt mit 43 Prozent unter dem globalen Durchschnitt. Ein noch geringerer Anteil findet sich in Kanada und Italien. In den USA ist die Verlustrate mit 71 Prozent am höchsten. Grossbritannien und Frankreich liegen mit 58 Prozent gleichauf.

Den vollen Einblick erhalten Sie beim Klick auf die interaktive Darstellung der Ergebnisse, die die Promotions und Performance nach Land und Kategorie veranschaulicht.