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Vom wöchentlichen Grosseinkauf zu kleineren Top-Up Einkäufen: So shoppen die Schweizer Konsumenten
Bericht

Vom wöchentlichen Grosseinkauf zu kleineren Top-Up Einkäufen: So shoppen die Schweizer Konsumenten

Nielsen Shopper Trends Report 2019

Von Alexander Brenner, New Business Developer

Händler und Hersteller in der Schweizer Shopping-Landschaft sehen sich derzeit mit verschiedenen Trends konfrontiert: So gewinnt E-Commerce zunehmend an Bedeutung, Loyalitätsprogramme werden den Konsumenten wichtiger und eine wahrgenommene Qualitätssteigerung von Private Label Produkten lässt diese in der Gunst der Shopper weiter steigen.

Aber es zeichnen sich auch Veränderungen im Verhalten ab: Wie sich in der kürzlich erschienenen Nielsen Studie “Shopper-Trends” zeigt, vollzogen die Konsumenten in der Schweiz im Jahr 2018 ihren Grosseinkauf seltener. Dafür wurden die Shops unter der Woche häufiger besucht als noch im Jahr zuvor.

So gaben bei der Befragung Ende 2018 noch 58% der Konsumenten an, ihren Haupteinkauf jede Woche zu erledigen. Diese Zahl war 2017 mit 60% höher, 2015 lag sie sogar noch bei 64% – eine bemerkenswerte Entwicklung in nur wenigen Jahren. Dafür ist der zwei-wöchentliche Grosseinkauf deutlich populärer geworden. Während 2017 lediglich 19% der Befragten einen Grosseinkauf tätigten, taten dies im Jahr 2018 bereits 22%. Auch hier lohnt sich der Blick noch ein wenig weiter zurück: 2015 vollführten sogar nur 17% der Teilnehmer der Studie ihren Grosseinkauf in dieser Frequenz.

Kaufen die Konsumenten grundsätzlich weniger ein oder werden vermehrt weniger verderbliche Waren gekauft? Die jährliche Befragung ergibt, dass die Konsumenten zunehmend einen hohen Wert auf Frische legen – einer der Hauptgründe, weshalb häufiger auch “unter der Woche” eingekauft wird.

2018 haben 54% der Befragten angegeben, dass sie zusätzlich mehrere Male pro Woche kleinere Einkäufe tätigen. Dies ist ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der Konsumenten, die wöchentlich einen “Top-Up” Shopping-Trip unternehmen ist innerhalb eines Jahres von 21% auf 23% gestiegen.

Welche Gründe stecken hinter diesem Wandel? Zum einen ergibt sich eine immer stärkere Nachfrage nach Frischeprodukten, die das kurzfristige Einkaufsverhalten begünstigt. Zum anderen finden sich vor allem in Städten zunehmend kleinere (Convenience-) Shops nahe des Wohnortes, die den Konsumenten dazu einladen sich knapp einzudecken. Es gibt sicherlich noch weitere Anhaltspunkte. Gibt es womöglich auch sozio-ökonomische Hintergründe wie etwa die vermehrte Berufstätigkeit beider Elternteile in Familien?

Wenn Sie mehr über das Verhalten und die Denkmuster der Schweizer Shopper wissen möchten, setzen Sie sich gerne mit Alexander Brenner (E-Mail: alexander.brenner@nielsen.com) in Verbindung.