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Von den Schweizer alpen in den heimischen wasserhahn: Wie sie in der wasser kategorie wachsen können
Bericht

Von den Schweizer alpen in den heimischen wasserhahn: Wie sie in der wasser kategorie wachsen können

Bilder von klarem, sauberem Wasser, das durch die Alpen fliesst – wohl die klassische Vorstellung von Schweizer Wasserqualität. Einige glauben sogar, dass man direkt aus den Schweizer Flüssen trinken kann.

Aber steht diese allgemein akzeptierte Wahrnehmung wirklich im Einklang mit den Einstellungen der Konsumenten und ihren Kaufmustern? Und wenn die Konsumenten das Schweizer Leitungswasser wirklich bevorzugen, wo können Hersteller und Händler dann Wachstums-Möglichkeiten innerhalb der Wasserkategorie finden?

Für einen tieferen Einblick in die Wachstumschancen haben wir im Rahmen unserer Schweizer Konsumentenpanel-Studie zum Thema Wasser die Einstellungen und Meinungen zum Thema Trinkwasser untersucht.

ERGEBNIS: DAS VERTRAUEN IN DAS SCHWEIZERISCHE LEITUNGSWASSER IST HOCH

Unsere ersten Ergebnisse waren nicht überraschend: Die Schweizer Konsumenten haben allgemein ein hohes Vertrauen in Leitungswasser – fast zwei Drittel glauben, dass Leitungswasser nicht mit Schadstoffen belastet ist und 70% glauben, dass Leitungswasser genauso gesund ist wie gekauftes Mineralwasser. Darüber hinaus halten über 80% der Leitungswassertrinker es nicht für notwendig, Leitungswasser zu filtern – und dass sie direkt aus dem Hahn trinken können.

GELD UND UMWELT: TREIBENDE FAKTOREN FÜR DEN SCHWEIZER WASSERVERBRAUCH

Aber was das Kaufverhalten von Wasser wirklich treibt, sind 1) die Möglichkeit, Geld zu sparen, 2) das Gefühl, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und 3) das Vertrauen in die bevorzugte Wassermarke. 83% der Schweizer Konsumenten sind der Meinung, dass Leitungswasser eine gute Möglichkeit ist, Geld zu sparen, über 70% geben an, dass Leitungswasser trinken umweltfreundlicher ist.

WASSERSPRUDLER: IST DER WENDEPUNKT ERREICHT?

Wassersprudler haben in der Schweiz in den letzten Jahren sehr an Popularität gewonnen. Da rund ein Drittel der Schweizer Konsumenten ihr Leitungswasser zu Hause mit Kohlensäure versetzt, ist der Umsatz in der Kategorie “Getränkezubereitungsutensilien” im vergangenen Jahr um 25% gestiegen.

Und obwohl die Loyalität der heutigen Nutzern zu diesen Produkten hoch ist (45% der Befragten geben an, dass sie ihr Wasser jeden Tag und zwei Drittel immerhin noch mehrmals pro Woche mit Kohlensäure versetzen), könnte sich das Geschäft mit den Wassersprudlern in den kommenden Jahren verlangsamen. Nur drei Prozent der Schweizer, die keinen Wasseraufbereiter haben, planen, in den nächsten 12 Monaten einen zu kaufen. 83% glauben nicht, dass sie ein solches Gerät brauchen.

WIE KANN IHR WASSER-BUSINESS IN DIESEM UMFELD WACHSEN?

Vor dem Hintergrund, dass Leitungswasser im Vergleich zu abgefülltem Wasser sowohl günstiger ist als auch besser für die Umwelt und sich das Wachstum von Wassersprudlern verlangsamen könnte – wie können sich Unternehmen in der Wasser-Kategorie bestmöglich und zukunftsgerichtet aufstellen?

Zunächst einmal sollten die Einzelhändler in Betracht ziehen, dass das zukünftige Wachstum im Bereich der Wasseraufbereitung eher vom Gas als von den eigentlichen Maschinen abhängt. Das Hinzuziehen der Marktforschung zur Bestimmung Ihrer Wachstumsstrategien sollte ein elementarer Bestandteil ihres Business sein.

Zweitens können die Mineralwasserproduzenten – nun, da der Trend zum selbstständigen Aufsprudeln des Wassers wohl seinen Höhepunkt erreicht hat – nach Möglichkeiten suchen, einige der illoyalen Verbraucher abzuwerben. Um hierbei zu unterstützen, fassen wir einige Strategien zusammen, die den Herstellern bei ihrem Wachstum helfen sollen:

  • PREISE: Obwohl Mineralwasserproduzenten kaum mit kostenlosen Produkten konkurrieren können, können sie mit ihrer Preisstrategie innovativ sein. 67% der Schweizer Konsumenten können immer oder oft versucht sein, von ihren Lieblingsmarken oder -produkten abzuweichen, wenn sie eine andere Marke mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis finden, und 65% werden aufgrund von Preisaktionen oder -ermäßigungen wechseln. Das Verständnis der regulären und promotion-getriebenen Preiselastizitäten eines Produkts ist wichtig, um den optimalen Preis für seine Marke – und seine Konkurrenz – zu ermitteln.

  • NACHHALTIGKEIT: Wasserhersteller können bei der Suche nach Alternativen zum Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) führen – und tun dies bereits. Während PET-Flaschen nur wenige Male vor dem Abbau eingesetzt werden können, werden derzeit mit intelligenten Herstellern hochwertige Alternativen entwickelt. Eine führende Rolle bei der Entwicklung solcher Materialien zu übernehmen, trägt nicht nur dazu bei, dieses wichtige Problem zu lösen – es baut auch das Vertrauen Ihres Unternehmens bei den Verbrauchern auf. 41% der Schweizer Konsumenten geben an, eine neue Marke oder ein neues Produkt einer sozial verantwortlichen Marke auszuprobieren, so dass Unternehmen gut daran tun können, Gutes zu tun.

  • TRUST: 47% der Schweizer Konsumenten würden ein neues Produkt ausprobieren oder die Marke wechseln, wenn sie das Gefühl hätten, dass die neue Marke gut bekannt oder vertrauenswürdig ist. Mineralwasserkonsumenten müssen sicherstellen, dass sie das Vertrauen ihrer Kunden schützen und erhalten – sonst verlieren sie die Kundenbindung.


Schliesslich sollten die Hersteller von Wassersprudlern die finanziellen und ökologischen Vorteile des Aufsprudelns von Wasser zu Hause nutzen. Will man die die treuen Verbraucher, die diese Produkte kaufen, auch für die nächsten Jahre binden, werden diese Faktoren ausschlaggebend.

Sind Sie interessiert an der vollständigen Studie über die Schweizer Vorlieben zum Thema Wasser? Kontaktieren Sie uns.