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Schweizer Konsumenten verunsichert – Konsumentenstimmung nimmt weiter ab
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Schweizer Konsumenten verunsichert – Konsumentenstimmung nimmt weiter ab

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Glückliches Dänemark – es kann auf die optimistischsten Europäer zählen. Auch in der aktuellen Erhebung führt es die Rangliste der europäischen Länder mit deutlichem Vorsprung an (112 Punkte) und behauptet damit den Spitzenplatz. Den zweiten Platz teilen sich Großbritannien, Tschechien und die Türkei mit jeweils 98 Punkten. Auf dem dritten Platz folgt Deutschland gemeinsam mit Irland mit 96 Punkten. Erst dann kommen die Schweiz und die Niederlande mit 91 Punkten. Dieser Wert ist zwar immer noch 12 Indexpunkte über dem europäischen Durchschnitt (79 Punkte), hat jedoch weiter abgenommen und liegt nun 17 Indexpunkte tiefer als vor fünf Jahren.

WEITERHIN GUTE JOB-AUSSICHTEN

Rund 50 Prozent der Schweizer beurteilen Ihre Job-Aussichten für die nächsten 12 Monate als gut oder sehr gut. Mit diesem Wert erreicht die Schweiz einen der Spitzenplätze in Europa. Auch gegenüber dem letzten Quartal konnte dieser Wert gesteigert werden (Q1 2016: 44%) und ist im langfristigen Vergleich ein durchschnittlicher Wert. Die hohe Arbeitsplatz-Sicherheit ist in der Schweiz seit langem eine wichtige Grundlage für eine gute Konsumentenstimmung, welche aber nicht  automatisch zu einer besseren Kauflaune führt.

KAUFLAUNE AUF TIEFSTWERT

Die Kauflaune ist im aktuellen Quartal weiter gesunken. Lediglich 38 Prozent der Schweizer sind der Ansicht, dass die nächsten 12 Monate eine gute Zeit zum Geldausgeben sind, was einem Rückgang von sieben Prozentpunkte entspricht (Q1 2016: 42%). Trotz der hohen Arbeitsplatz-Sicherheit sind deutlich weniger Konsumenten bereit Geld auszugeben als noch zu Beginn des Jahres. Im Fünf-Jahres-Vergleich wird sichtbar, dass der aktuelle Rückgang einem langfristigen Trend entspricht – der aktuelle Wert ist zudem der tiefste Wert seit Q1 2012. Nach einer kurzfristigen Erholung ist der Index dannzumal kontinuierlich gesunken.

Die schwache Kauflaune der Schweizer Konsumenten ist jedoch nicht durch einen finanziellen Engpass begründet. Die Hälfte der Schweizer bewertet ihre aktuelle persönliche finanzielle Situation als gut bis sehr gut – dies entspricht nur einem leichten Rückgang um drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorquartal (52%, Q1 2016: 55%). 

REISEN UNS SPAREN

Nach Deckung der Lebenshaltungskosten investieren die Schweizer am meisten in Ferien (46%), gefolgt von Sparen (34%), neuer Kleidung (33%) und Freizeitaktivitäten (27%). Im Zeitvergleich über die letzten Quartale wird deutlich, dass Sparen der einzige Ausgabeposten ist, der unverändert eine hohe Bedeutung hat, während andere Posten wie Ferien an Priorität verlieren.

WIE DIE SCHWEIZER IHRE AUSGABEN SENKEN

Wenn die Ausgaben reduziert werden sollen, sparen die Schweizer Konsumenten am häufigsten bei neuer Kleidung (62%). Die Sparmaßnahmen Nummer zwei und drei sind der Wechsel zu günstigeren Lebensmittelmarken (58%) und weniger auswärts essen (47%). Im europäischen Durchschnitt zeigen sich ähnliche Prioritäten. 55 Prozent der Befragten sparen, indem sie weniger für neue Kleidung ausgeben, 50 Prozent schränken die Freizeitaktivitäten außer Haus ein und 49 Prozent greifen zu günstigeren Lebensmittelmarken.

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