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Europäischer FMCG-Markt wächst sehr langsam
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Europäischer FMCG-Markt wächst sehr langsam

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Der Preisanstieg bei Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs (sog. FMCG-Produkte, „Fast Moving Consumer Goods“ wie Lebensmitteln, Getränken, Hygieneartikeln) ist weiterhin auf einem sehr niedrigen Level. 

Im dritten Quartal 2016 stiegen die Preise für FMCG-Produkte in Europa nur um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Abverkäufe stiegen in dieser Zeit um 1,1 Prozent. Dies ist der drittniedrigste Wert seit Beginn der Analyse im Jahr 2008.

Das höchste Wachstum unter den 21 betrachteten Ländern konnte im dritten Quartal erneut die Türkei mit einem Plus von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreichen, gefolgt von Spanien (+3,6%) und Slowenien (+3,5%). Den grössten Rückgang beim Wachstum verzeichneten dagegen Griechenland (-6,3%) und Finnland (-6,0%).

Betrachtet man die fünf grossen westeuropäischen Märkte, so liegt Spanien mit einem Plus von 3,6  Prozent an der Spitze, gefolgt von Deutschland (+0,8%). Grossbritannien verzeichnet mit -0,7 Prozent einen Rückgang.

In der Schweiz entwickelten sich die Preise leicht negativ (-0,7%), während die Absätze leicht stiegen (+0,3%). Dies führt zu einem nominalen Wachstum von -0,4 Prozent.

Der Lebensmitteleinzelhandel in Europa wächst nur sehr langsam, zum Teil durch die Performance der Top-5-Märkte. Von diesen entwickeln sich vier unterdurchschnittlich. Die Ausnahme in Spanien wurde durch den langen Sommer angetrieben und die damit verbundenen Touristen, die der Wirtschaft durch ihre Einkäufe halfen. Der Rückgang in Grossbritannien wurde massgeblich durch den Preiskampf getrieben, der über die Sommermonate herrschte. Dennoch waren die Zahlen des dritten Quartales bereits besser als im Vorquartal. Die grössten Supermärkte motivieren die Kunden mit einfachen Preisreduzierungen statt komplexer Promotionmassnahmen. Wir erwarten zum Jahresende eine Null-Inflation, was nach drei Jahren Deflation eine positive Entwicklung im Lebensmitteleinzelhandel darstellt.

In Frankreich verändert sich der Warenkorb. Produktinnovationen, Bio-Produkte und lokale Produkte kleinerer Unternehmen unterstützen das Wachstum. Auch in Deutschland sehen wir Veränderungen des Warenkorbes hin zu frischen Lebensmitteln, Softdrinks, Tabak, Süsswaren und Bio-Produkten.

In Italien steigen die Absätze, während sich die Wirtschaft langsam erholt. Die Käufer halten sich an die Einkaufsstrategien, die sie während der Wirtschaftskrise veranlasst haben, auf billigere Lebensmittelmarken umzustellen und Promotionen zu nutzen.

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