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Konsumentenstimmung der Schweizer ist weiter rückläufig
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Konsumentenstimmung der Schweizer ist weiter rückläufig

Die Schweizer blicken zwar immer noch überdurchschnittlich positiv in die Zukunft, die Stimmung trübt sich aber ein (Index von 93 auf 91). Dies folgt zwar dem europäischen Trend (von 81 auf 78 Punkte), auffallend ist jedoch dass die Stimmung in der Schweiz kontinuierlich sinkt. Im ersten Quartal 2016  wird bereits das dritte Quartal in Reihe mit einer tieferen Konsumentenstimmung gemessen. Ein Vergleich zu unserem Nachbarn Deutschland zeigt die unterschiedliche Entwicklung – vor 5 Jahren wurde in der Schweiz ein hoher Index von 110 erreicht, welcher 18 Punkte über demjenigen von Deutschland war. Heute ist der Index in der Schweiz nur noch auf 91 Punkten, was sechs Punkte unter demjenigen von Deutschland liegt (97 Punkte). Wesentlicher Grund für diesen Unterschied ist die deutlich bessere Beurteilung der Job-Aussichten der deutschen Konsumenten.

NEGATIVE JOB-AUSSICHTEN DRÜCKEN AUF DIE KONSUMENTENSTIMMUNG

Während in Europa durchschnittlich 27 Prozent die Arbeitsmarktsituation als gut oder sehr gut einschätzen, sind es in der Schweiz 44 Prozent der Konsumenten. Der Arbeitsmarkt-Optimismus der Schweizer ist damit zwar immer noch im vorderen Drittel der europäischen Länder, der Wert ist aber um drei Prozent gesunken (Q4 2015: 47). Der Schweizer Arbeitsmarkt steht unter Druck. Das nehmen auch die Konsumenten wahr: Mehr als die Hälfte schätzen ihre Job-Chancen für die nächsten 12 Monate als nicht gut oder schlecht ein.

TROTZ PESSIMISTISCHER JOB-AUSSICHTEN IST KAUFLAUNE UNGETRÜBT

42 Prozent der Schweizer sind der Ansicht, dass die nächsten zwölf Monate eine gute Zeit zum Geldausgeben sind (Q4 2015: 41%). Das durchschnittliche Niveau aller 35 für Europa untersuchten Länder liegt bei nur 32 Prozent. Zudem bewerten mehr als die Hälfte der Schweizer ihre heutige persönliche finanzielle Situation als gut bis sehr gut – eine Steigerung um zwei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorquartal (Q1 2016: 55%; Q4 2015: 53%). Im europäischen Durchschnitt sind 40 Prozent dieser Ansicht. 

SCHWEIZER KONSUMENTEN SPAREN NICHT BEI DEN FERIEN

Nach Deckung der Lebenshaltungskosten investieren Schweizer das übrige Geld am ehesten in Ferien (47%). Die zweitwichtigste Ausgabenposition ist weiterhin Sparen (Schweiz 34%, Europa 36%)

EINKAUF GÜNSTIGERER MARKEN SOLL HAUSHALTSAUSGABEN REDUZIEREN

Wenn Ausgaben reduziert werden sollen, wechseln Schweizer Konsumenten am häufigsten beim Lebensmitteleinkauf zu günstigeren Marken (58%). Sparmaßnahme Nummer zwei (51%) ist weniger für neue Kleidung ausgeben. Zum Vergleich: Im europäischen Durchschnitt steht dieser Punkt auf Platz eins (54%). An dritter Stelle sparen die Konsumenten, indem sie auf Take-Away-Verpflegung verzichten (37%). Diese Sparmaßnahme folgt im europäischen Vergleich mit 36 Prozent erst an sechster Stelle. 

NICHT-ÖKONOMISCHE THEMEN BESCHÄFTIGEN DIE KONSUMENTEN MEHR ALS ÖKONOMISCHE

Die kritischen Jobaussichten beschäftigen die Schweizer Konsumenten nach wie vor. Die grössten Sorgen bereiten jedoch internationaler Terrorismus (Platz 1, 24%) und Immigration (Platz 2, 20%). Das zeigt, dass die jüngsten Ereignisse – wie etwa die Anschläge in Paris oder Brüssel oder die Flüchtlingsdebatte – nicht spurlos an den Schweizern vorbei gehen.

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