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Das kommt in die Tüte: Konsumenten in der Schweiz sind globale Shopper
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Das kommt in die Tüte: Konsumenten in der Schweiz sind globale Shopper

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Irische Butter, französische Handcreme, amerikanisches Katzenfutter – und das mit einem guten Gefühl. Ob Lebensmittel, Kosmetik oder Haushaltsprodukte: Bei den meisten Waren des täglichen Bedarfs spielen Ländergrenzen für Konsumenten in der Schweiz kaum noch eine Rolle. Einzige Ausnahme sind Milchprodukte: Hierzulande kommt bei den meisten Konsumenten (74%) am liebsten nur das in die Tüte, was auch von Herstellern aus der Schweiz kommt. Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz damit im Mittelfeld. Konsumenten aus Österreich, Polen und Griechenland setzen bei Milch-Produkten stärker auf nationale Herkunft.

Einkaufskorb der Schweizer: Lokale Produkte nur in wenigen Kategorien favorisiert

Die Studie analysiert die sogenannten Fast Moving Consumer Goods um die Warengruppen Pflege- und Kosmetikprodukte, Getränke, frische Lebensmittel und haltbare Lebensmittel. Sie zeigt, dass lokale Produkte nur bei sechs der 27 Warenbereiche von mehr als 25 Prozent der Befragten favorisiert werden.

Das Einkaufs-Ranking: Bei diesen Produkten sind die Schweizer besonders global unterwegs

Ganz oben auf der Liste der Produkte, die die Schweizer am liebsten von nationalen Herstellern kaufen, sind Frische-Produkte wie Käse, Butter oder Milch (74%). Platz zwei belegt tiefgekühltes Fleisch und Meeresfrüchte (32%). 

Die Ergebnisse zum Segment der Pflegeprodukte zeigen: Nur vier Prozent der Eltern in der Schweiz ziehen hier den Kauf von Produkten nationaler Hersteller vor. Auch bei Damenpflegeprodukten (7% national) und Mundhygieneprodukten (10% national) sind internationale Hersteller gefragt. In der Warengruppe Getränke stechen vor allem Energy Drinks hervor, die nur zehn Prozent der Schweizer von Schweizer Herstellern bevorzugen. Ein ähnliches Phänomen ist bei haltbaren Lebensmitteln zu beobachten. 

Der Lebensmitteleinkauf im europäischen Vergleich

Die Studie zeigt: Auch wenn die Schweizer insbesondere Milchprodukte von nationalen Herstellern bevorzugen, sind sie deutliche offener als etwa Länder wie Griechenland (84%), Polen (81%) oder Österreich (80%). Und bei Produkten wie Körperpflege oder Kosmetik liegt die Schweiz sogar noch vor den Ländern, die vergleichsweise offen gegenüber internationalen Frische-Produkten sind, wie z. B. Großbritannien oder Spanien. Ein Beispiel: Nur für zwölf Prozent der Schweizer sollte ein Putzmittel von nationalen Herstellern stammen, während in Estland 23 Prozent und in Griechenland 31 Prozent dieser Ansicht sind.

Bäcker, Fleischer und Co. weiterhin hoch im Kurs

Geht es um die Frage, wo die Schweizer ihre Lebensmittel am liebsten einkaufen, ergibt sich ebenfalls ein differenziertes Bild: So hat der Einkauf von frischen Lebensmitteln im Geschäft um die Ecke bei vielen Konsumenten  Priorität. Fast 70 Prozent der Konsumenten setzen auf Geschäfte in der Nähe und kaufen dort Obst und Gemüse ein. Beim Kauf von frischem Fleisch, Fisch, Eiern (54 Prozent) und Backwaren (59 Prozent) ziehen die Konsumenten lokale Geschäfte vor.

Über die Nielsen Global Survey

Die Nielsen Global Brand-Origin Survey wurde im Zeitraum vom 22. Mai bis zum 22. Juni 2017 durchgeführt. Dabei hat Nielsen mehr als 31.500 Konsumenten in 63 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale globale Abweichung von ±0,6 Prozent. Diese Nielsen Onlineumfrage basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben.

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