Pressemeldung

Schweizer investieren gerne in Produktinnovationen

Bekannte Marken sind besonders beliebt

Root Längenbold, 29. Januar 2013 – Ein Drittel der schweizerischen Internetnutzer sind bereit, für neue innovative Produkte einen höheren Preis zu zahlen. Damit sind die Schweizer mit ihrem Kaufverhalten relativ offen im europäischen Vergleich. Hier liegt die Bereitschaft, mehr Geld für Innovationsprodukte zu zahlen, bei 29 Prozent – und deutlich mehr als die Hälfte wartet europaweit mit dem Kauf ab, ob das Produkt hält, was es verspricht. Auch hier sind die Schweizer deutlich innovationsfreudiger. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Nielsen, dem weltweit führenden Anbieter von Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern. In der globalen Studie mit mehr als 29.000 Internetnutzern in 58 Ländern hat das Unternehmen untersucht, inwieweit Verbraucher bereit sind, neue Produkte zu kaufen[1].

„Das Ergebnis ist erstaunlich“, sagt Andreas Leisi, Market Leader Nielsen Alpine. „Schweizer Verbraucher galten bislang als eher vorsichtig.“ Insbesondere die Möglichkeit, sich per Internet über Preise und neue Trends bei Produkten zu informieren, habe die Orientierung an innovativen Neuheiten gesteigert, erläutert Leisi.

Trotz der generellen Risikofreude beim Kauf von Innovationen bleiben die schweizerischen Befragten eher markentreu. Wenn ein Verbraucher ein Produkt zum ersten Mal kauft, greift er lieber zu einem Angebot einer ihm bekannten Marke. 58 Prozent finden es gut, wenn Hersteller bestehende Produkte optimieren. Ebenso viele Befragte schlagen gerne bei Handelsmarken oder günstigen Produkten zu.

„Es kann sich für Unternehmen auszahlen, Neuerungen unter etablierten Marken einzuführen, statt auf eine neu aufzubauende Marke zu setzen“, fasst Andreas Leisi eine zentrale Erkenntnis der Studie zusammen. „Erfahrungsgemäss sind zwei von drei neuen Produkten innerhalb von drei Jahren wieder vom Markt verschwunden, weil sie sich nicht durchsetzen konnten.“

Persönliche Empfehlung und Probeexemplare geben den grössten Schub

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen spielen in der Schweiz im Vergleich zu den europäischen Nachbarn eine geringere Rolle für die Erfolgsaussichten neuer Produkte. Lediglich 31 Prozent der Befragten in der Schweiz berichten, dass sie aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen weniger geneigt seien, ein neues Produkt auszuprobieren. Europaweit wirkt sich die Krise bei 49 Prozent der Konsumenten hemmend auf die Kaufentscheidung aus.

Bevor schweizerische Verbraucher zum Portemonnaie greifen, orientieren sie sich an Erfahrungen ihrer engsten Vertrauten. So sind 66 Prozent eher geneigt, ein ihnen unbekanntes Produkt zu kaufen, wenn Freunde oder Familienmitglieder es empfehlen. Auch ein kostenloses Probeexemplar oder die Möglichkeit, das Produkt im Geschäft anschauen zu können, ist wichtig für die Kaufentscheidung (65 Prozent bzw. 64 Prozent). Informationen über neue Produkte entnehmen schweizerische Konsumenten ganz klassisch der Fernsehwerbung. Aber auch das Internet setzen sie gezielt ein, um sich zu informieren, und zwar vor allem beim Kauf von elektronischen Produkten (30 Prozent), Musik (24 Prozent) sowie Büchern (23 Prozent).

Richtiger Media-Mix entscheidend

Nielsens Bewertung von 21 Methoden, um Verbraucher über verschiedene Medien und Werbeplattformen hinweg zu erreichen, zeigt, dass eine Mischung aus Mund-zu-Mund-Propaganda, geschickter Positionierung im Geschäft, traditioneller Werbung und Internetaktivität der überzeugendste Weg für eine hohe Aufmerksamkeit ist. Potenzielle Reichweite und leichte Umsetzbarkeit gestalten sich dabei jedoch sehr unterschiedlich.

Den vollständigen internationalen Report zur Studie können Sie kostenfrei anfordern über Annika.Zimmermann@nielsen.com.

Über die Nielsen Global Survey

Die Nielsen Global Survey zum Thema „New Product Purchase Sentiment“ wurde vom 10. August bis zum 7. September 2012 durchgeführt. Dabei wurden mehr als 29.000 Internetnutzer in 58 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale Abweichung von ±0,6;%. Diese Umfrage von Nielsen basiert ausschliesslich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen in einem Land Internetzugang haben. Die Nielsen Global Survey, die den Global Consumer Confidence Index enthält, wird seit 2005 durchgeführt.

[1] Erkenntnisse basieren auf Befragten mit Internetzugang in 58 Ländern. Eine Online-Befragung ermöglicht zwar einen enormen Umfang und eine globale Reichweite, sie bietet jedoch nur Einblicke in die Gewohnheiten der vorhandenen Internetnutzer, nicht in die der Gesamtbevölkerung. Die Umfrageergebnisse geben Aufschluss über die Überzeugungen des Befragten hinsichtlich seiner Einkaufsgewohnheiten und keine tatsächlich gemessenen Daten. Neue Produkte sind definiert als Produkte, die in der Vergangenheit noch nie gekauft wurden.

Über Nielsen

Nielsen Holdings N.V. (NYSE: NLSN) ist ein globales Informations- und Medienunternehmen mit führenden Marktpositionen in den Bereichen Marketing- und Verbraucherinformationen, Erhebung von Mediadaten in TV, Online, Mobile und anderen Medien, Fachmessen sowie weiteren verwandten Bereichen. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern präsent mit Hauptsitzen in New York, USA und Diemen, Niederlande. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.nielsen.com.

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Nele Bauer, Communications & Marketing DACH Nielsen Tel.: +49 (0) 40 / 23642-182
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