Pressemeldung

Schweizer optimistischste Europäer

  • Verbrauchervertrauen weiterhin auf Höchststand, Europäer auf Sparkurs
  • Globaler Trend stabil, Indonesier am zufriedensten
  • Amerikaner profitieren von Erholung auf Arbeits- und Immobilienmarkt

Root Längenbold, 6. August 2013 – Die Schweizer blicken weiterhin optimistisch in die Zukunft und zählen damit zusammen mit den Norwegern zu den zufriedensten Verbrauchern in Europa. Wie schon im ersten Quartal ist auch in den Monaten April bis Juni 2013 das Verbrauchervertrauen der Eidgenossen mit 98 Punkten auf einem hohen Stand und liegt deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 71 Punkten. Dies ist das Ergebnis der aktuellen weltweiten Umfrage zum Thema Vertrauen und Einkaufsgewohnheiten von Nielsen, einem führenden Anbieter von Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern. Ihre Jobsituation schätzen die Schweizer im europäischen Vergleich am besten ein, an europaweit zweiter Stelle bewerten sie ihre persönliche finanzielle Situation als gut oder ausgezeichnet. Ebenso sind sie weiterhin in Kauflaune, auch wenn ihre Kaufbereitschaft um vier Punkte leicht gegenüber dem ersten Quartal gesunken ist.

Dass die Zuversicht der Verbraucher stabil bleibt, bringen die Fachexperten bei Nielsen Alpine mit den positiven wirtschaftlichen Rahmendaten in der Schweiz in Verbindung. Sowohl die Arbeitsmarktsituation als auch die Konjunkturaussichten waren im Befragungszeitraum stabil, was vor allem auf die starke Binnennachfrage zurückzuführen ist. Grösster Unsicherheitsfaktor bleibt nach wie vor die Rezession in Europa.

Urlaub ist am wichtigsten

Im Gegensatz zur Mehrheit der europäischen Bürger kommt bei den Schweizern Dank ihrer als sehr gut eingeschätzten persönlichen Finanzlage das Sparen erst an zweiter Stelle. Dies ergab die Frage nach der Verwendung verfügbaren Geldes nach Deckung der Lebenshaltungskosten. Klarer Favorit der schweizerischen Befragten ist der Urlaub: 44 Prozent geben dafür Geld aus, auch neue Kleidung kaufen sie gerne. Im Hinblick auf das kommende Jahr zeigt sich ebenfalls, dass die Schweizer sich wirtschaftlich sicher fühlen. Eine Rezession im eigenen Land sieht die Mehrheit der Schweizer nicht (64 Prozent), womit sich die Befragten sogar noch sicherer fühlen als im ersten Quartal 2013, als 61 Prozent die Frage verneinten, ob das Land derzeit in einer Rezession stecke. Grösste Sorge für die Zukunft bereitet ihnen ihre Gesundheit, danach stehen Sorgen um die Wirtschaft und die Jobsicherheit an, gefolgt von Überlegungen um die Ausbildung ihrer Kinder.

Kaufzurückhaltung in Europa

In Gesamteuropa stagniert der Konsum, ergab die Befragung in den europäischen Ländern, denn verfügbares Geld wird vor allem gespart. Dies verwundert nicht, da die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes die grösste Sorge der Europäer ist. Das Verbrauchervertrauen in der Region liegt unverändert bei 71 Punkten und scheint somit im Vergleich zum Vorjahr auf den ersten Blick stabil. Allerdings verzeichnen die einzelnen europäischen Länder sehr unterschiedliche Entwicklungen. Während 13 Länder Zuwächse aufweisen, verzeichnen 14 Länder einen negativen Trend. Von letzteren sind allein zehn in Westeuropa angesiedelt, vier osteuropäische Länder hingegen können global gesehen die grössten Zuwächse verzeichnen – nämlich Griechenland, die Ukraine, Litauen und Rumänien.

USA profitieren von Erholung auf Arbeits- und Immobilienmarkt

In den USA hellt sich die Stimmung etwas auf. An eine Rezession glauben 72 Prozent der Amerikaner – fünf Prozent weniger als im ersten Quartal. „Diese Entwicklung ist auf die positiven makroökonomischen Entwicklungen in den USA zurückzuführen“, erklärt Dr. Venkatesh Bala, Chefökonom von The Cambridge Group, einer Tochtergesellschaft von Nielsen. „Während die Arbeitslosenzahlen bei 7,6 Prozent liegen und weiterhin sinken, zählen die Rekordergebnisse an den Aktienmärkten und die Erholung des Immobilienmarktes zu den wichtigsten Veränderungen. Diese Faktoren haben einen eindeutigen Einfluss auf die Vermögenslage und Ausgabeabsichten der US-Haushalte.“

Verhaltener Aufwärtstrend auf globalem Niveau

Während die Vertrauenswerte in Europa im Durchschnitt stabil blieben, haben sich die Einschätzung der persönlichen Finanzen, die Anschaffungsneigung und die Berufsaussichten in den drei grössten Volkswirtschaften USA, China und Japan verbessert. „Dies hat einen positiven Effekt auf die Weltwirtschaft“, so Bala. „Dennoch könnten makroökonomische Ereignisse wie ein starker Anstieg der Zinssätze die Erholung des Verbrauchervertrauens beeinträchtigen. Dies könnte die Nachfrage nach Wohnimmobilien bremsen und die Verbraucher von grösseren Anschaffungen abhalten.“

Führend in Sachen Optimismus ist mit 124 Index-Punkten weiterhin Indonesien, das im Vergleich zum Vorquartal noch einmal um zwei Punkte zugelegt hat. Den stärksten Anstieg um elf Punkte verzeichnete Pakistan. Auffällig ist, dass die optimistischsten Länder überwiegend Schwellenländer sind (Indonesien, Philippinen, Indien, Thailand, Malaysia), während sich unter den zehn pessimistischsten Ländern insgesamt neun europäische finden (u. a. Portugal, Italien, Ungarn, Kroatien, Griechenland und Spanien). Die grösste Stimmungsschwankung nach unten verzeichneten Israel und Norwegen (minus 8 bzw. minus 7 Punkte) – letzteres zählt dennoch mit 98 Punkten weiterhin zu den optimistischen Ländern.

Den vollständigen internationalen Report zur Studie können Sie kostenfrei anfordern über [email protected].

Über die Nielsen Global Survey

Die Nielsen Global Survey über das Vertrauen der Konsumenten und ihre Einkaufsgewohnheiten wurde zuletzt im Zeitraum vom 13. bis 31. Mai 2013 durchgeführt. Dabei hat Nielsen mehr als 29.000 regelmässige Internetnutzer in 58 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale Abweichung von ±0,6%. Diese Nielsen Onlineumfrage basiert ausschliesslich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben. Der Verbrauchervertrauensindex für China wird in einer separaten Umfrage mit kombinierter Methodik unter 3.500 Befragten erhoben. Die Nielsen Global Survey wird seit 2005 kontinuierlich durchgeführt.

Über Nielsen

Nielsen Holdings N.V. (NYSE: NLSN) ist ein globales Informations- und Medienunternehmen mit führenden Marktpositionen in den Bereichen Marketing- und Verbraucherinformationen, Erhebung von Mediadaten im TV und anderen Medien sowie Online- und Mobile-Forschung. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern präsent, mit Hauptsitzen in New York, USA und Diemen, Niederlande. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.nielsen.com sowie zu Deutschland unter www.nielsen.com/de.

Medienkontakt:

Nele Bauer, Communications & Marketing DACH Nielsen Tel.: +49 (0) 40 / 23642-182 E-Mail: [email protected]