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FMCG: Schwacher Preisanstieg im fünften Quartal in Folge
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FMCG: Schwacher Preisanstieg im fünften Quartal in Folge

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Die Preisinflation für Konsumgüter des täglichen Bedarfs ist auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahren. Im vierten Quartal 2014 sind die Umsätze von FMCG (Fast Moving Consumer Goods) in Europa um nur 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Dieser Zuwachs ist auf einen Anstieg von 1,5 Prozent bei den Absatzmengen zurückzuführen. Die Preissteigerung der Produkte lag im Durchschnitt bei nur 1,6 Prozent. Einen niedrigeren Wert gab es das letzte Mal im vierten Quartal 2010 (1,5 Prozent).

Europa zeigt sich uneinheitlich

Das Gesamtwachstum im Einzelhandel wird von den „Big Five“-Ländern zurück gehalten. Diese liefern keine optimale Performance und befinden sich entweder im Negativwachstum oder unter dem europäischen Durchschnitt. Die Konsumfreude und das Verbrauchervertrauen befinden sich zudem in Wartehaltung: Die Konsumentensind entweder nicht in der Lage, mehr für FMCG-Produkte ausgeben oder möchten dies nicht. Hinzu kommt noch, dass sich kein Muster erkennen lässt, welche Länder oder Kategorien gut laufen und welche nicht. Das einzige Muster in Europa scheint die Inkonsistenz zu sein.

Im vierten Quartal hat die Türkei, weit ab von allen 21 gemessenen Ländern, mit einem Plus von 8,6 Prozent gegenüber Vorjahr das höchste nominale Wachstum erzielt. Auf Platz 2 und 3 folgen Ungarn (+ 4,9 Prozent) und Norwegen (+ 3,0 Prozent).

Betrachtet man lediglich die fünf großen westeuropäischen Märkte, hat Deutschland mit 1,3 Prozent Plus zum Vorjahr  das höchste nominale Umsatzwachstum. Griechenland (- 5,2 Prozent), Portugal (- 1,8 Prozent) und Finnland (- 1,4 Prozent) schließen das Ranking mit Negativzahlen ab.

Preis- und Absatzmengenerhöhung in der Türkei

Die Türkei (+ 10,1 Prozent Umsatzwachstum) war das einzige unter den 21 betrachteten Ländern, das eine Preiserhöhung von über 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreichen konnte. Nur vier weitere (Tschechien, Österreich, Holland und Ungarn) lagen mit ihrer Preiserhöhung über Durchschnitt der Länder. Sechs Länder mussten sogar eine Preisdeflation hinnehmen.

In der Türkei (+ 8,5 Prozent) und in Norwegen (+ 3,2 Prozent) gab es außerdem die größte Steigerung der Absatzmengen. Griechenland (- 4,0 Prozent) und Portugal (- 1,4 Prozent) haben hingegen den stärksten Rückgang zu verzeichnen.

Frankreich und Deutschland sind der Motor des Wachstums in Europa und ihre Leistungen zusammen mit der von Großbritannien wird bestimmen, ob wir Wachstum in Europa sehen werden.