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Rekordsommer beendet Durststrecke des Biermarkts

FMCG und Handel | 23-04-2019

Die Deutschen haben 2018 wieder mehr Bier und Biermixgetränke gekauft. Im vergangenen Jahr hat jeder Deutsche im Lebensmitteleinzelhandel und in Getränkeabholmärkten durchschnittlich fast 77 Liter Bier und Biermixgetränke pro Kopf gekauft – das sind pro Person fast drei Liter mehr als 2017. Hierfür haben die Deutschen für Bier und Biermixgetränke 2018 im Lebensmitteleinzelhandel und in Getränkeabholmärkten durchschnittlich rund 100 Euro ausgegeben. Insgesamt gingen 2018 rund 6,1 Milliarden Liter über die Ladentheke. Das sind 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch der Umsatz ist um sieben Prozent auf rund acht Milliarden Euro gestiegen.  

Der vergangene Sommer hat bei Bier und Biermixgetränken für einen Aufschwung gesorgt. Der positive Wettereffekt sorgt auf dem Biermarkt zunächst für ein Ende der Durststrecke.Trotz eines guten Sommers kämpft der Biermarkt langfristig gesehen aber noch immer gegen eine Stagnation. Besonders die Klassiker Pils und Weizen sind hiervon betroffen. Radler, Spezialitätenbiere, Hellbiere und alkoholfreie Biere sind dagegen Treiber. Besonders Naturradler kommt bei den Deutschen aktuell gut an. Der große Umsatzanstieg ist vorrangig durch Preisentwicklungen zu erklären. So haben fast alle bekannten Pils-Marken ihre Preise im vergangenen Jahr erhöht. Allerdings greifen die Deutschen zunehmend auch zu Hellbier und Spezialitätenbieren, die in der Regel einen höheren Durchschnittspreis haben als die klassischen Sorten.

Naturtrübe Biere sind im Trend 

Während die Klassiker wie etwa Pils und Weizen – wenn auch auf einem hohen Niveau – noch immer stagnieren, wachsen Biermixgetränke sogar zweistellig und werden bei den Deutschen immer beliebter. Im vergangenen Jahr kauften die Verbraucher im Lebensmitteleinzelhandel und in Getränkeabholmärkten hiervon rund 430 Millionen Liter und damit 19 Prozent mehr als noch 2017. Besonders im Trend liegen naturtrübe Radler. So ist mittlerweile fast jedes dritte Radler, das über die deutschen Ladentheken geht, ein sogenanntes Naturradler.  Während die Deutschen 2017 im Lebensmitteleinzelhandel und in Getränkeabholmärkten nämlich noch rund 91 Millionen Liter davon kauften, waren es 2018 56 Prozent mehr und damit gut 143 Millionen Liter, die in den Einkaufswägen der Deutschen gelandet sind.  

Pils hat ein Imageproblem – alkoholfreie Variante mit Potential 

Obwohl Pils insgesamt die Lieblingssorte der Deutschen bleibt, kann diese mit den hohen Wachstumszahlen von Radler, Spezialitäten & Co. nicht mithalten. 2018 kauften die Verbraucher im Lebensmitteleinzelhandel und in Getränkeabholmärkten rund 3,2 Milliarden Liter Pils. Neben den Trends um beispielsweise Naturradler und alkoholfreie Sorten hat Pils mit Blick auf die junge Zielgruppe ein Imageproblem. Dazu kommt, dass die Loyalität der Verbraucher zu Marken immer mehr abnimmt und stattdessen Individualisierung angesagt ist. Alkoholfreie Varianten werden zudem immer beliebter.

So kauften die Deutschen im vergangenen Jahr im Lebensmitteleinzelhandel und den Getränkeabholmärkten rund 400 Millionen Liter alkoholfreies Bier und alkoholfreie Biermixgetränke – besonders gerne Pils ohne Alkohol. Im Vergleich zu 2017 haben die Verbraucher 2018 rund 10 Prozent mehr alkoholfreies Pils gekauft. Gut 141 Millionen Liter gingen hiervon über die Ladentheken. So landet alkoholfreies Bier in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland auf der Sorten-Beliebtheitsskala sogar auf Platz zwei. Am stärksten im Bereich alkoholfreies Bier wachsen im Vorjahresvergleich die Biermixgetränke (fast 24 Prozent). Besonders die vielen Neuheiten wie beispielsweise die alkoholfreien Naturradler sind bei den Verbrauchern beliebt und treiben den Markt.  

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