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Q1/2013: Verbraucher weltweit zunehmend optimistisch
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Q1/2013: Verbraucher weltweit zunehmend optimistisch

Gute Nachrichten für die Wirtschaft: Verbraucher weltweit sehen zunehmend optimistisch in die Zukunft. Entsprechend steigt auch ihr Vertrauen. So lautet das zentrale Ergebnis der neuen Nielsen Global Survey.

Dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Während etwa in Europa ein Nord-Süd-Gefälle herrscht, verzeichnen einige asiatische Staaten zweistellige Wachstumsraten. Dabei ist Indonesien mit 122-Indexpunkten Spitzenreiter. Amerikanische Verbraucher sind dagegen deutlich zurückhaltender. Sie zeigen aber dank einer sanft einsetzenden Wiederbelebung des Immobilienmarktes in den USA sowie besseren Arbeitsmarktbedingungen wieder eine höhere Konsumbereitschaft.

Starkes Gefälle in Europa

Das Vertrauen der Verbraucher in Europa erweist sich als stabil. Im Durchschnitt liegt es unverändert bei 71 Punkten. Die Unterschiede zwischen den Ländern sind jedoch enorm. In Zentral- und Nordeuropa steigt das Verbrauchervertrauen und übertrifft die Höchstwerte der Vorjahre. So verzeichnen etwa Deutschland und Frankreich in allen Bereichen eine positive Entwicklung.

Für die Staaten im europäischen Süden ergibt sich jedoch ein ganz anderes Bild. Griechenland (40 Punkte), Italien (44 Punkte) und Spanien (46 Punkte) gehören unter den 58 betrachteten Ländern zu den Ländern mit den niedrigsten Werten für das Verbrauchervertrauen. In Portugal sank das Verbrauchervertrauen im ersten Quartal auf einen Index von 33. Das Minus von fünf Punkten bedeutet den niedrigsten verzeichneten Wert für das Land seit Einführung des Verbrauchervertrauensindexes 2005. Schwache Arbeitsmarktbedingungen in notleidenden Volkswirtschaften wie Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien sowie die jüngste Finanzkrise in Zypern verdeutlichen die Anfälligkeit der europäischen Wirtschaft. Eine vollständige Erholung in der Region ist laut Dr. Venkatesh Bala, Chefökonom von The Cambridge Group, einer Tochtergesellschaft von Nielsen, noch nicht in Sicht.

Trotz der niedrigen Indexwerte in den südeuropäischen Krisenstaaten zeigen die Verbraucher hier dennoch einen steigenden Optimismus im ersten Quartal. Offenbar fürchteten weniger Verbraucher im untersuchten Zeitraum, dass die Schuldenkrise weitere Länder in die Rezession ziehen könnte. Ein Grund hierfür könnten die Maßnahmen zum Aufkauf von Staatsanleihen sein, die die Europäische Zentralbank im September 2012 ergriffen hatte, um den Euro zu schützen.

Vertrauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz steigt

Nach einem Plus von drei Punkten liegt das Verbrauchervertrauen in Deutschland derzeit auf dem höchsten Stand seit 2011. Ein Grund für die anhaltende Zuversicht der Deutschen ist unter anderem die gute Verfassung des Arbeitsmarktes. Fast die Hälfte aller Deutschen beurteilt ihre Jobaussichten für die kommenden zwölf Monate als gut oder ausgezeichnet. Das Gleiche gilt für die persönliche Finanzlage. Dabei zeigt sich in der Studie, dass die Deutschen konsumieren, statt zu sparen. Dabei liegen Ausgaben für Kleidung weit vorne. Ähnlich verhält es sich auch in Österreich. Auch hier kaufen die Verbraucher lieber Bekleidung, statt ihr Geld anzulegen. Über die wirtschaftliche Stabilität in Europa machen sich die Österreicher weiterhin Sorgen, ebenso um steigende Energiekosten. In der Alpenrepublik nahm das Vertrauen um drei Index-Punkte zu. Das Schweizer Wachstum erweist sich als stabil. Im Vergleich zur letzten Studie legte es um fünf Punkte zu. Mehr als die Hälfte aller Schweizer Befragten beurteilt ihre Jobaussichten für die kommenden zwölf Monate sowie die persönliche Finanzlage als gut oder ausgezeichnet.

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