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Geringes Umsatzwachstum für FMCG-Produkte
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Geringes Umsatzwachstum für FMCG-Produkte

Die Umsätze der Fast Moving Consumer Goods (FMCG) verzeichneten in Europa im vierten Quartal 2013 ein Plus von 1,7 Prozent* im Vergleich zum Vorjahr. Im dritten Quartal fiel der Vorjahresvergleich mit plus 3 Prozent* noch deutlich positiver aus. In den vergangenen fünf Jahren haben bisher nur zwei Quartale mit einem nominalen Wachstum von weniger als 1,7 Prozent ein ähnliches Ergebnis erreicht. Das zeigen die jüngsten Zahlen von Nielsen.

Im Europavergleich der 21 beobachteten Länder zeigte sich der türkische FMCG-Markt am dynamischsten – hier konnte ein Umsatzwachstum für Produkte des täglichen Bedarfs von 7,9 Prozent zum Vorjahr eingestrichen werden. Mit einem Plus von 4,7 Prozent landete Portugal auf dem zweiten Platz, gefolgt von Norwegen mit einem Plus von 3,3 Prozent. Von den fünf größten westeuropäischen Märkten verzeichnete Spanien mit einem Plus von 1,7 Prozent das größte Wachstum in diesem Quartal. Deutschland liegt mit einem Umsatzwachstum von 1,2 Prozent dicht dahinter. Sechs der 21 Länder mussten dagegen im vierten Quartal 2013 Verluste einstecken – und damit zwei Länder mehr als im vorherigen Quartal. 

Das geringere Umsatzwachstum für FMCG-Produkte entstand  zum einen durch einen vergleichsweise geringen Preisanstieg: Die Inflationsrate in Europa lag mit 2,3 Prozent* unter dem Wert des dritten Quartals (2,8 Prozent*). Seit dem ersten Quartal 2011 wurde kein so niedriger Anstieg registriert. Allerdings verzeichneten von den 21 beobachteten Ländern dennoch immerhin sieben im vierten Quartal eine Inflationsrate von über 3 Prozent*. Nur Griechenland und die Schweiz meldeten im Vergleich zum Vorjahr eine Deflation, was das Gesamtergebnis entsprechend beeinflusst.

Zum anderen konnten auch die abgesetzten Mengen das nominale Wachstum nicht ankurbeln: Hier hatte die europäische FMCG-Branche – trotz des vergleichsweise geringen Preisanstiegs – sogar ein Minus von 0,6 Prozent* zu verzeichnen. Im dritten Quartal konnte bei den Absätzen noch ein – wenn auch kleines – Plus von 0,2 Prozent eingestrichen werden. Dementsprechend haben von den 21 beobachten Ländern weniger als die Hälfte (acht Länder) ein positives Absatzergebnis zum Jahresende erreicht – im dritten Quartal waren es noch 12 Länder.

*Quelle: Nielsen Growth Reporter

Erläuterung zur Grafik
Beispiel: Das nominale Umsatzwachstum in Europa von 1,7 Prozent setzt sich zusammen aus der Inflationsrate – dem Preisanstieg pro Einheit – von 2,3 Prozent und dem Rückgang des Absatzvolumens von 0,6 Prozent (in Einheiten).


Über den Nielsen Growth Reporter
Der Nielsen Growth Reporter vergleicht die Marktentwicklung (Nominalwert und Einheiten) im FMCG-Sektor in ganz Europa. Er basiert auf den Umsatzdaten, die Nielsen in 21 europäischen Märkten erhebt und deckt die Umsätze der Vertriebslinien Lebensmittel, Hypermarkt, Supermarkt, Discounter und Convenience ab. Er basiert auf dem größtmöglichen Warenkorb an Produktkategorien, den Nielsen in jedem dieser Länder und Vertriebslinien kontinuierlich verfolgt.