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Nicht mal jeder dritte Deutsche spart für die Rente
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Nicht mal jeder dritte Deutsche spart für die Rente

Nur wenige Deutsche sorgen privat für ihre Rente vor, so lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie von Nielsen über die Spar- und Investmentstrategien der Deutschen. Dies könnte Auswirkungen auf den Lebensstandard im Rentenalter haben – zumal die Deutschen nach den neuen Rentenplänen der Bundesregierung schon mit 63 und damit früher als bisher vorgesehen ihren wohlverdienten Ruhestand antreten können. Laut der weltweiten Studie von Nielsen legen in Deutschland derzeit lediglich 30 Prozent der Befragten Geld für das Rentenalter zurück. Weitere knapp 30 Prozent beabsichtigen, in der Zukunft für die Rente zu sparen, 41 Prozent geben an, weder jetzt noch in Zukunft private Rücklagen für die Rente bilden zu wollen.

Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland, sagt: „Auch jahrelange Diskussionen um unsere Alterssicherung haben die Deutschen anscheinend bislang nicht veranlasst, umzudenken und zusätzlich Geld auf die hohe Kante zu legen.“ Tatsächlich gilt auch mit den neuen Rentenplänen der Bundesregierung: Die Zahlung aus der Rentenkasse allein sichert nicht den gewohnten Lebensstandard im Alter. So listet das für die Rente zuständige Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf seiner Internetseite auf, dass zur Alterssicherung drei Säulen gehören: staatliche Rentenzahlungen, betriebliche Altersvorsorge und eben die private Altersvorsorge.

Deutsche wollen lange aktiv bleiben

Einen angenehmen Lebensabend will allerdings die überwiegende Mehrheit der Deutschen verbringen, so das Ergebnis einer weiteren Studie von Nielsen zum Thema Alter. 59 Prozent der Befragten geben an, die Zeit nach der Rente aktiv nutzen und rege am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu wollen. Gleichzeitig erwarten heute schon 63 Prozent der Befragten, im Alter finanziell schlechter gestellt zu sein als ihre Eltern in deren Ruhestand. Trotzdem führt dies anscheinend nicht zu höheren Sparanstrengungen, im Gegenteil: Nur 15 Prozent der befragten Sparer nennen die Rente als dasjenige Sparziel, für das sie monatlich den höchsten Geldbetrag zurücklegen. Knapp ein Viertel der Sparer (22 Prozent) bildet dagegen für Haushaltsnotfälle die größten Rücklagen.

Für die Rente zu sparen dauert länger als 20 Jahre

Obwohl aktuell nur 30 Prozent der befragten Deutschen sparen, ist ihnen laut Studie durchaus bewusst, dass sie viel Zeit benötigen, um Geld für die Rente zurück zu legen. Fast die Hälfte (49 Prozent) der Rentensparer gibt an, dass sie 20 Jahre und länger Rücklagen bilden muss – das ist deutlich länger als die Rentensparer im EU-Durchschnitt, von denen nur 36 Prozent mit einer derart langen Zeit rechnen, um ihre Rentensparpläne zu verwirklichen. Ihr Geld für die Rente legen die Deutschen klassisch an: 68 Prozent setzen auf das gute alte Sparbuch oder Festgeldkonto der lokalen Geldinstitute, 52 Prozent haben eine private Rentenversicherung abgeschlossen und 37 Prozent zahlen in eine Lebensversicherung ein.


Über die Nielsen Global Surveys

Die Nielsen Global Surveys über die Spar- und Investmentstrategien sowie zum Thema Alter wurden vom 14. August bis 6. September 2013 durchgeführt. Dabei hat Nielsen mehr als 30.000 regelmäßige Internetnutzer in 60 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale Abweichung von ±0,6 Prozent. Diese Nielsen Onlineumfrage basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben.

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