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NO-NAME-PRODUKTE? NEIN, HANDELSMARKEN
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NO-NAME-PRODUKTE? NEIN, HANDELSMARKEN

In Deutschland gewinnen Eigenmarken weiterhin an Bedeutung. Mittlerweile werden hierzulande 52,5 Mrd. Euro mit sogenannten Handelsmarken umgesetzt (entspricht 41,3% der Konsumgüterumsätze) – Tendenz weiter steigend. Der wichtigste Vertriebskanal sind mit einem Anteil von 75% die Discounter.

Nielsen hat innerhalb der jährlich durchgeführten ShopperTrends Studie 1.500 Personen im Oktober 2014 zu ihrem Eigenmarken-Einkaufsverhalten befragt: Das im Handelspanel gemessene Wachstum wird dort von den Konsumenten bestätigt: so gibt fast ein Viertel der Befragten an, mehr Eigenmarken zu kaufen als noch im Vorjahr. Vor allem Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis motivieren die Kunden Eigenmarken zu kaufen. Dass Handelsmarken günstiger sind als Marken, diesen Eindruck bestätigen immerhin noch 53%, im Jahr 2012 waren es 58%. Dazu wiederum passt die Aussage, dass der Anteil derer, die mehr Premium-Eigenmarken kaufen als im vergangen Jahr, von 23% in 2013 auf 28% in 2014 gestiegen ist.

Die Konsumenten wurden auch befragt, in welchen Warenbereichen sie mehr, weniger oder gleichviel Eigenmarken kaufen als im Jahr zuvor. Vor allem im Bereich der Drogeriewaren werden häufiger Eigenmarken gekauft. An der Spitze findet man die Babynahrung, dies ist jedoch auch auf das gestiegene Angebot dieser Produkte in den Drogeriemärkten zurückzuführen. Den Trend bei den Drogeriewaren kann man auch im absoluten Wachstum der Eigenmarken bei den Drogeriemärkten sehen: diese weisen im Jahresvergleich das stärkste Wachstum unter den Vertriebstypen auf.

Alkoholischen Getränke und Tierfutter dagegen sind die beiden Warenbereiche, bei denen die Kunden am häufigsten angeben haben, weniger davon zu kaufen. 

Fazit: der Trend der Eigenmarken ist ungebrochen, Premium-Handelsmarken werden verstärkt gekauft und besonders die Drogeriemärkte können ihre Bedeutung weiter ausbauen.