INSIGHTS

Gesund und korrekt muss es sein
Nachrichten

Gesund und korrekt muss es sein

{“order”:5,”name”:”pubdate”,”attributes”:{“sling:resourceType”:”nielsenglobal/components/content/publishdate”},”children”:null}

ETHISCH-MORALISCHE ANFORDERUNGEN AN UNSER ESSEN

Für die meisten Deutschen müssen Lebensmittel heute nicht nur gut schmecken, sondern sie müssen auch ethisch-moralischen Anforderungen Stand halten. Die Konsumenten versuchen durch Ihre selbstauferlegten „Essge- und Essverbote“ vor allem der Verantwortung für die eigene Gesundheit gerecht zu werden. Gesundheit bedeutet für die Verbraucher dabei aber nicht nur, dass die körperliche Funktionalität uneingeschränkt gegeben ist, sondern vielmehr, dass sie sich in ihrem Körper wohl fühlen. Körper und Seele sollen im Einklang sein.

SCHADENFREIES ESSEN

In diesem Zusammenhang spielen aber auch politische Dimensionen eine entscheidende Rolle. Welche Lebensmittel sind „gut“ für mich? Müssen Tiere für dieses Produkt leiden? Beeinflusst der Genuss dieses Produktes einen Menschen auf der anderen Seite der Welt negativ in seiner Lebensführung? Oder schadet er zukünftigen Generationen?

Die deutschen Verbraucher wollen Lebensmittel, die mit gutem Gewissen genießbar sind. Wie tief diese Eigenverantwortung in der Gesellschaft verwurzelt ist, sieht man daran, dass gerade einmal nur 10 Prozent alles essen und bei der Auswahl ihrer Lebensmittel auf gar nichts achten.

SKEPSIS GEGENÜBER INDUSTRIE

Trotz einer Vielzahl an unterschiedlichen Arten sich bewusst zu ernähren, von vegetarisch oder vegan über zuckerreduziert bis hin zum Bio-Fokus, ist das Denken dieser Konsumenten aber gleichermaßen von einer starken Skepsis gegenüber der industriellen Lebensmittelproduktion geprägt. Jeder Dritte deutsche Konsument hält diese für sehr ungesund. Das Vertrauen vor allem in die Industrie ist beschädigt, nur sechs Prozent der Konsumenten halten die deutschen Lebensmittelhersteller für absolut vertrauenswürdig. Der Handel schneidet mit 18 Prozent Zustimmung etwas besser ab. Dies liegt unter anderem daran, dass die Konsumenten hier die Möglichkeit haben, mit den eigenen Sinnen zu erleben, Produkte in die Hand zu nehmen, mit Mitarbeiter zu sprechen – Eigenerfahrung schafft Vertrauen.

GUTE ODER BÖSE LEBENSMITTEL

Die Konsumenten wollen authentische Konzepte und Produkte. Die Verpackung ist dabei die wichtigste Entscheidungsgrundlage. Vor allem die Länge der Zutatenliste wird als Indikator bei der Unterteilung in „gute“ und „böse“ Lebensmittel herangezogen. Knapp jeder Zweite nimmt Produkte mit kurzer Zutatenliste als gesünder war. Und das Vertrauen dieser bewussten Esser zu gewinnen lohnt sich – denn sie sind durchaus bereit für „gute“ Lebensmittel auch mehr zu bezahlen.

Bewusste Ernährung ist Ihr Thema? Sprechen Sie mit Anne Haubert.

Sie möchten die Trends rund um Verbraucher, Handel und Werbung im Auge behalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter. Er erscheint jedes Quartal und berichtet über aktuelle Entwicklungen in Deutschland und Europa. Zur Newsletter-Anmeldung.