INSIGHTS

Wachstumspause bei Babynahrung
Nachrichten

Wachstumspause bei Babynahrung

{“order”:5,”name”:”pubdate”,”attributes”:{“sling:resourceType”:”nielsenglobal/components/content/publishdate”},”children”:null}

Der Nachfrageboom aus China ließ den deutsche Lebensmittelhandel und die Drogeriemärkte im umsatzstarken Milchnahrungssortiment jubeln. Doch dieser Boom scheint nun vorbei. Die Bilanz im Bereich Babynahrung und -pflege: rot. Der Handel setzte im letzten Jahr (Zeitraum: rollierendes Jahr bis Ende Februar 2017) gut 60 Millionen Euro weniger im Baby-Gesamtsortiment um als im Vorjahr. Also 4,2 Prozent weniger. Der Umsatz beläuft sich nun auf 1,357 Milliarden Euro.

MILCHNAHRUNG VERLIERT ZWEISTELLIG

Milchnahrung ist der größte Teilmarkt mit einem Umsatz von 509,4 Mio. Euro. Dieser Markt verzeichnete zweistellige Rückgänge. Betroffen von den aktuellen Nachfrageentwicklungen im Milchmarkt waren vor allem die Verbrauchermärkte. Hier brachen die Umsätze um mehr als 28 Prozent ein, das entspricht mit fast 46 Millionen Euro mehr als zwei Dritteln des Gesamtverlustes. Auch die Drogeriemärkte und Supermärkte blieben von den rückläufigen Milchexporten nicht verschont, ihr Umsatzschwund im Bereich Milchnahrung fiel aber einstellig aus. In den Supermärkten lief über alle drei Kategorien Milch, Beikost und Pflege ein Minus von knapp fünf Prozent auf.

BEIKOST

Beikost konnte im letzten Jahr mit einem ausschließlich preisgetriebenen Umsatzplus von gut einem Prozent auf 464 Millionen Euro aufwarten. Das Absatzniveau blieb weitgehend stabil (-0,6%). Die aktuellen Trends im Lebensmittelbereich zeigen sich auch in dieser Kategorie: gesunde Ernährung, Convenience und innovative To-go-Formate. Das mittlerweile größte Segment Früchte legte nach Umsatz und Absatzmenge wiederum zweistellig zu und steht bereits für ein Viertel des gesamten Beikostumsatzes. Das Wachstum ist erneut auf die positive Entwicklung der Früchtezubereitungen in Beuteln zurückzuführen. Auch bei den Snacks und Früchtesnacks fällt die Bilanz vor allem umsatzbezogen sehr positiv aus. Ein wesentlicher Grund dafür sind höhere Durchschnittspreise (konvertiert). Der Umsatz in Drogeriemärkten stagnierte, die verkaufte Menge reduzierte sich bei Früchtesnacks um 25 Prozent. Das Geschäft machten die Verbrauchermärkte mit vergleichsweise moderaten Preissteigerungen von vier Prozent in Form enormer Zuwachsraten im Umsatz und Absatz (rund 70 Prozent). Bei Snacks profitierten Verbrauchermärkte und Discounter aufgrund einer deutlich moderateren Preispolitik (Discounter auf allerdings sehr niedriger Basis). In den umsatzschwächeren Segmenten zeigten außerdem Müsli und Tee (im Beutel und lose) ein überproportionales Wachstum.