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Nominales Umsatzwachstum von FMCG 2018 in Europa mit +3,1% gleich hoch wie 2017

FMCG und Handel | 14-03-2019

Europa

Vor dem Hintergrund einer schwächeren globalen Wirtschaft im Jahr 2018 und der Besorgnis über mögliche Handelskriege verlangsamte sich das Wachstum im Euroraum auf +1,9% gegenüber +2,4% im Jahr 2017, das in den letzten zehn Jahren das größte Wachstum darstellte. In Deutschland und Italien verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum deutlich, insbesondere in der Industrie und im Export.

Die jährliche Inflation in Europa verlangsamte sich ebenfalls am Ende des Jahres auf +1,6% (Quelle Eurostat), und das Verbrauchervertrauen ist 2018 (Quelle Nielsen) in einigen großen Ländern aufgrund einer unsicheren politischen Landschaft ebenfalls gesunken. Diese Makroindikatoren deuten auf einen möglichen Wendepunkt in den Wirtschafts- und Konjunkturzyklen in Europa hin.

Im Jahr 2018 war das nominale Wachstum der FMCG mit +3,1% gleich hoch wie im Jahr 2017, jedoch war das Absatzwachstum im vierten Quartal mit -0,4% das niedrigste seit dem ersten Quartal 2017. Dies lässt sich auf die Zurückhaltung bei den Ausgaben der Käufer in einigen der größeren Länder wie z.B. Großbritannien zurückführen. Auch in Westeuropa* verlangsamte sich das Discount-Wachstum auf +2% und liegt nun auf dem Niveau von Supermärkten/ Vebrauchermärkten (* Quelle: Nielsen Strategic Planner, 9 Länder, Jahr 2018). 

Deutschland

Mit einem BIP-Wachstum von 1,1% hat sich die deutsche Wirtschaft wieder abgeschwächt. Für 2019 erwarten Experten eine Wachstumsrate von 1,5%. Die Gründe für die Entwicklung liegen im Fachkräftemangel und der Kapazität der Produktionsmittel. Neben den noch immer bestehenden Handelskonflikten, die von den USA getrieben werden, und der wirtschaftlichen Bedrohung durch einen harten Brexit besteht für die deutsche Wirtschaft ein gewisses Risiko.

Es wird eine hohe Inflation erwartet, was dazu führt, dass die Verbraucher eher vermehrt sparen als ihren Konsum zu erhöhen. Im Jahr 2019 soll der private Konsum wieder wachsen. 

Im vierten Quartal führt eine ausgewogene Entwicklung zwischen gestiegenen Preisen (+1,2%) und rückläufigem Absatz (-1,2%) zu einer insgesamt stabilen Entwicklung des nominalen FMCG-Wachstums. Der heiße Sommer wirkt sich auch auf die Q4-Periode aus, da das warme Wetter bis Oktober anhielt. So haben die typischen sommerlichen Produktgruppen die Nase vorn und wachsen weiter: Alkoholfreie Getränke (+3,8%), Bier/Biermix (+4,6%) und Eiscreme (+5,5%).

Im Gegensatz dazu sinken die typischen Winterprodukte, da die Vorweihnachtszeit durch das sommerliche Wetter verkürzt wurde. Der Rückgang der Nüsse und Mandeln zum Backen (-11,0%) zeugt davon. Halloween Saisonprodukte sind die Überflieger in der Saisonkategorie mit einem bemerkenswerten Wachstum (+33,4%). 

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