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Jeder zweite ist gerne immer und überall online: So stehen die Deutschen zur Nutzung von Mobil-Geräten

  • Nielsen-Studie: Deutschland ist mobil, Europa ist mobiler – Europäer genießen es, immer und überall verbunden zu sein mehr als die Verbraucher hierzulande
  • E-Mails checken, Social Media und Video-Streaming: Das sind die Top-Mobil-Aktivitäten in Deutschland
  • Mobil-Geräte als Einkaufshelfer: M-Commerce ist in Deutschland noch nicht angekommen

Frankfurt, 25. Oktober 2016 – Preise vergleichen, Kontostand checken, Kleider kaufen oder mit Freunden und Familie kommunizieren – all das findet mehr und mehr über Mobil-Geräte statt. Während die Mehrheit der europäischen Verbraucher (59%) jedoch angibt, dass sie die Freiheit genießen, durch Mobil-Geräte immer und überall verbunden zu sein, sehen dies in Deutschland nur 46 Prozent so. Nahezu jeder zweite Deutsche (49%) stimmt zudem der Aussage zu, dass die ständige Erreichbarkeit stressig ist (Europa: 37%). Fast gleichauf liegen Deutschland und Europa, wenn es darum geht, nicht online zu sein. 51 Prozent der Deutschen und 50 Prozent der Europäer schätzen die Zeit, in der sie nicht mit meinem Mobil-Gerät verbunden sind. Das ist das Ergebnis der Studie Mobile Connected Ecosystem von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern liefert. Darin wurde in 63 Ländern we
ltweit untersucht, wie Verbraucher zur Nutzung von Mobil-Geräten stehen.

Smartphones, Tablets und Co. sind für viele Verbraucher bereits treue Begleiter

„Unsere Studie zeigt einerseits, dass Smartphones, Tablets und Co. für viele Verbraucher bereits treue Begleiter sind. Andererseits wird der Einfluss nicht nur positiv gesehen. Auffallend ist, dass sich die unterschiedliche Wahrnehmung zwischen Deutschland und Europa bei der Nutzung von Mobil-Geräten bei nahezu allen Punkten zeigt. Man kann durchaus sagen: Deutschland ist mobil, Europa ist mobiler“, erläutert Ingo Schier, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nielsen Deutschland. „Dadurch ändert sich zum Beispiel auch die Art und Weise, wie und in welcher Frequenz wir mit unseren Mitmenschen kommunizieren.“

Lieber texten als sprechen – dafür aber mehr Kontakt zu Freunden und Familie

42 Prozent der Deutschen geben an, dass das persönliche Gespräch durch elektronische Unterhaltungen ersetzt wird (Europa 53%). Mehr als jeder Dritte schreibt lieber eine Text-Nachricht als zu sprechen (39%, Europa 35%). Während im europäischen Durchschnitt 50 Prozent sagen, dass sie mit einem Mobil-Gerät häufiger mit Freunden und Familie kommunizieren als ohne, stimmt dieser Aussage in Deutschland nur jeder Dritte (31%) zu. Ingo Schier: „Der Gebrauch von Mobil-Geräten beeinflusst die Kommunikation enorm. Persönliche Interaktionen werden mehr und mehr durch digitale ersetzt. Im europäischen Vergleich sind die Deutschen hier aber eher zurückhaltend und traditionell eingestellt.“

Deutsche noch zurückhaltend – Aktivität geringer als im europäischen Durchschnitt

E-Mails checken (Deutschland 66%, Europa 71%), Social-Media-Nutzung (Deutschland 44%, Europa 62%) und Video-Streaming (Deutschland 36%, Europa 52%): Das sind die drei häufigsten Mobil-Aktivitäten der Deutschen in den vergangenen sechs Monaten. Die Recherche nach Produkten und Dienstleistungen sowie Online-Banking folgen im Aktivitäts-Ranking auf Platz vier und fünf. „Es fällt auf, dass das Aktivitätsniveau der Deutschen im Vergleich zu den europäischen Werten deutlich geringer ist“, so Ingo Schier. „Das deutet auch darauf hin, dass in Deutschland bei mobilen Angeboten wie etwa Apps noch weitere Steigerungen zu erwarten sind.“ Mit dem Internet verbinden sich mehr als die Hälfte der Deutschen (54%) über mobile Datenpakete und freies W-Lan (Europa 57%).

Smartphone als Einkaufshelfer – Deutschland als M-Commerce-Schwellenland

Wenn es ums Einkaufen geht, nutzen fast ein Drittel der Deutschen (29%) ihr Mobil-Gerät, um Produktinformationen beim Einkaufen nachzuschauen. In Europa tun dies 44 Prozent. Ähnlich viele europäische Verbraucher (41%) vergleichen zudem online Preise. Hingegen machen lediglich 28 Prozent der Deutschen den mobilen Preisvergleich. Der Unterschied zeigt sich aber auch bei weitere Punkten. So geben jeweils 19 Prozent der Deutschen an, dass sie ihr Mobil-Gerät nutzen, um nach Gutscheinen zu suchen (Europa: 32%) oder bessere Einkaufsentscheidungen zu treffen (Europa: 27%). „Mobile Geräte sind bereits jetzt ein wichtiger Begleiter beim digitalen, aber auch beim stationären Einkauf. Vielmehr noch: Smartphones haben das Potenzial, die beiden Welten mit einander zu verbinden. Trotzdem zeigt sich, dass der M-Commerce, also Einkaufen mit Smartphones und Tablets, in Deutschland immer noch die Ausnahme und nicht der Standard ist. Deutschland ist in Sachen M-Commerce quasi noch Schwe
 llenland“, so Schier. Während in Europa fast jeder fünfte Verbraucher sagt, dass das Mobil-Gerät ein Einkaufs-Assistent ist (17%), stimmt in Deutschland dieser Ansicht bislang nur jeder zehnte zu (10%). Zudem geben 44 Prozent der Deutschen an, dass sie ihr Mobil-Gerät gar nicht fürs Shoppen nutzen (Europa 27%).

Den vollständigen internationalen Report können Sie kostenfrei anfordern unter: http://www.nielsen.com/de/de/insights/reports/2016/mobile-money.html

Länderspezifische Daten erhalten Sie im Nielsen Store unter: http://nielsn.co/ThsEEo

Über die Nielsen Global Survey

Die Nielsen Global Ecosystem Survey wurde im Zeitraum vom 01. März bis zum 23. März 2016 durchgeführt. Dabei hat Nielsen mehr als 30.000 Verbraucher in 63 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale globale Abweichung von ±0,6 Prozent. Diese Nielsen Onlineumfrage basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben.

Über Nielsen

Nielsen Holdings plc (NYSE: NLSN) ist ein globales Performance Management Unternehmen, das ein umfassendes Verständnis darüber liefert, was Konsumenten sehen (Watch) und was sie kaufen (Buy). Der Watch-Bereich bietet Medien und Werbungtreibenden Reichweitenmessungen über alle Endgeräte hinweg an, auf denen Content – Video, Audio und Text – konsumiert werden kann. Im Buy-Bereich bietet Nielsen Herstellern von Gütern des täglichen Bedarfs (Consumer Packaged Goods) und Händlern Erkenntnisse über die Performance im Einzelhandel. Indem die Informationen aus Watch und Buy sowie anderen Datenquellen integriert werden, liefert Nielsen seinen Kunden nicht nur Messungen und Insights auf höchstem Niveau, sondern auch Analysen, die nachhaltig zur Optimierung der Unternehmensleistung beitragen. Nielsen, ein S&P 500 Unternehmen, ist in mehr als 100 Ländern aktiv und deckt so mehr als 90 Prozent der weltweiten Bevölkerung ab. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
www.nielsen.de.

Medienkontakt:

Matthias Braun
Edelman.ergo
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