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Nielsen-Studie: Verbrauchervertrauen leicht gedämpft, Sparen wieder im Trend

  • Verbrauchervertrauensindex: Verbrauchervertrauen liegt in Deutschland bei 104 Punkten
  • Die Deutschen sparen wieder: Nach Urlaub und Kleidung kommt der Sparstrumpf
  • Immer mehr Deutsche sorgen sich um steigende Versorgungskosten

Frankfurt, 21.06.2019 – 104 Punkte: Der aktuelle Verbrauchervertrauensindex im ersten Quartal 2019 ist im Vergleich zum vorangegangenen Quartal (Q4 2018) stabil geblieben. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland jedoch nur noch auf Platz sieben, obwohl der europäische Durchschnittsindex bei rund 83 Punkten liegt und damit um einen Punkt gesunken ist (Q4 2018: 84 Punkte). Zuversichtlicher als die Deutschen sind die Dänen (119 Punkte), die Niederländer (108 Punkte), die Tschechen (107,5 Punkte), die Österreicher (107 Punkte), die Polen (105 Punkte) und die Schweizer (105 Punkte).

„Das Verbrauchervertrauen mit Blick auf das Jahr 2019 ist hierzulande stabil geblieben. Auch wenn Deutschland im Optimismus-Ranking europaweit nicht mehr unter den Top fünf zu finden ist, ist der Abstand zum gesamteuropäischen Durchschnitt weiterhin hoch“, sagt Jens Ohlig, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nielsen DACH. „Verändert hat sich jedoch das Ausgabeverhalten. Im Ranking hat Sparen schon jetzt wieder Bronze-Status. Mit anderen Worten: Sparen liegt wieder im Trend und lässt Ausgaben wie für Freizeitaktivitäten oder Technologieprodukte auf den hinteren Plätzen zurück.“

Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum Verbrauchervertrauen von Nielsen und The Conference Board®. Der Verbrauchervertrauensindex bildet die Einschätzung der Verbraucher zu ihren Job-Aussichten, ihrer persönlichen finanziellen Situation und ihrer Bereitschaft, Geld auszugeben, ab – immer mit Blick auf die kommenden zwölf Monate. Weltweit untersucht Nielsen seit 2005 das Verbrauchervertrauen in 64 Ländern.

Sparstrumpf ist wieder in Mode

Auch wenn 51 Prozent der Deutschen im ersten Quartal 2019 angeben, dass sie die kommenden zwölf Monate für einen guten Anschaffungszeitpunkt halten, entdecken die Deutschen das Sparen wieder. So belegt der Sparstrumpf (29 Prozent) hinter Urlaub (46 Prozent) und Kleidung (44 Prozent) den dritten Platz im Ranking um die Ausgaben, die die Deutschen tätigen, wenn sie ihre Lebenshaltungskosten gedeckt haben. „Nachdem das Sparen bei den Deutschen in den letzten Jahren leicht aus der Mode gekommen war, geben wieder mehr Deutsche an, dass sie ihr Geld sparen, statt dieses zum Beispiel für ihr Hobby, Kinobesuche oder ein neues Smartphone auszugeben“, sagt Jens Ohlig. Bei den Europäern insgesamt steht das Sparen nach der Deckung der Lebenshaltungskosten sogar an erster Stelle (39 Prozent).

Ihre persönliche finanzielle Lage sehen die meisten Deutschen ebenfalls weiterhin positiv. Über die Hälfte (57 Prozent) der Bundesbürger bewerten diese für 2019 mit gut oder sehr gut. Im vorangegangenen Quartal waren es gut 59 Prozent. Zum Vergleich: Nur 43 Prozent des gesamteuropäischen Durchschnitts schätzen ihre Finanzen im ersten Quartal 2019 als gut oder sehr gut ein.

Die Deutschen sorgen sich immer stärker um steigende Versorgungskosten

Die Nielsen-Zahlen zeigen auch, was die Deutschen in den kommenden zwölf Monaten am meisten beunruhigt. Dabei gibt jeder fünfte Deutsche (21 Prozent) an, dass ihn steigende Versorgungskosten wie teurere Strom- oder Gasrechnungen beschäftigen. Im Vergleich sind das zehn Prozent mehr als noch im vierten Quartal 2018 (Q4 2018: 11 Prozent). Auf Platz zwei und drei der größten Sorgen liegen die eigene Gesundheit (19 Prozent, Q4 2018: 10 Prozent) und das Thema Einwanderung (19 Prozent, Q4 2018: 11 Prozent). „Ein Sprung von acht bis zehn Prozent ist schon enorm. Solche Sorgen beeinflussen natürlich auch die Verbraucherstimmung“, sagt Jens Ohlig. „Neben Energiekosten, Gesundheit und Einwanderung beobachten wir ähnliche Entwicklungen auch beim Thema globale Erwärmung. Während diese im vierten Quartal 2018 noch sieben Prozent besonders sorgte, sind es 2019 schon 13 Prozent – ein Bild, das sich auch in den aktuellen Ergebnissen der Europawahl widerspiegelt.“

Über die Nielsen Global Survey

Die von Nielsen und dem Conference Board® gemeinsam durchgeführte Global Consumer Confidence Survey über das Vertrauen der Konsumenten und ihre Einkaufsgewohnheiten wurde zuletzt im ersten Quartal 2019 durchgeführt. Dabei wurden mehr als 32.000 regelmäßige Internetnutzer in 64 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale Abweichung von ±0,6 Prozent. Diese Onlineumfrage basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben. Der Verbrauchervertrauensindex für China wird in einer separaten Umfrage mit kombinierter Methodik unter 2.400 Befragten erhoben. Die Global Consumer Confidence Survey wird seit 2005 kontinuierlich durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Über Nielsen

Nielsen Holdings plc (NYSE: NLSN) ist ein globales Mess- und Datenanalyse-Unternehmen, das die umfassendste und verlässlichste Sicht auf Verbraucher und Märkte weltweit liefert, die auf dem Markt verfügbar ist. Unser Ansatz kombiniert Nielsen-Daten mit anderen Datenquellen, um Kunden auf der ganzen Welt dabei zu helfen, zu verstehen, was aktuell passiert, was in Zukunft passiert und wie sie auf dieser Basis am besten handeln können. Seit mehr als 90 Jahren liefert Nielsen Daten und Analysen basierend auf wissenschaftlicher Genauigkeit und Innovationen und entwickelt ständig neue Wege, um die wichtigsten Fragen der Einzelhandels-, Konsumgüter- sowie Medien- und Werbeindustrie zu beantworten. Als S&P 500-Unternehmen ist Nielsen in mehr als 100 Ländern tätig und deckt mehr als 90 Prozent der Weltbevölkerung ab. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.nielsen.de.

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