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What’s Next in Beauty
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What’s Next in Beauty

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In der Konsumgüterindustrie gibt es nur wenige Sortimente, die stärker von Trends geleitet sind als jene, die die Schönheit der Konsumenten berühren. Während die Körperpflege einem grundlegenden Wandel hin zu mehr Natürlichkeit unterliegt, muss die Dekorative Kosmetik das ständige Kommen und Gehen neuer Moden aufgreifen. In einem so schnelllebigen Umfeld ist es umso wichtiger jene Trends zu verstehen, die bleiben. Die Zukunft dieser Sortimente lässt sich mit drei Stichworten zusammenfassen: natürlich – persönlich – online.

Wie auch bei Lebensmitteln achten Konsumenten im Drug-Bereich immer mehr auf Natürlichkeit. Was als „natürlich“ wahrgenommen wird und was nicht, ist nicht nur vom Sortiment, sondern auch vom Shopper abhängig.

Insbesondere bei Körperpflege und Dekorativer Kosmetik ist das Vorhandensein „natürlicher“ Inhaltsstoffe gar nicht vordergründig. So geben 53 % der Shopper an, dass der Wegfall negativ besetzter Inhaltsstoffe wie Parabene wichtiger ist als das Vorhandensein gewünschter „natürlicher“ Inhaltsstoffe. Trendzutaten aus der Lebensmittelindustrie (z.B. Avocado- oder Kokosöl) finden nichtsdestotrotz besonderen Anklang bei den Konsumenten.

In den USA zeigt sich, dass jene Produkte, die behaupten „natürlich“ zu sein nicht besser performen als herkömmliche Produkte. Jene Produkte, die ihre Natürlichkeit mit Fakten untermauern, zeigen hingegen eine deutlich stärkere Entwicklung.

Individualität steht bei Dekorativer Kosmetik im Mittelpunkt. So sind in dieser Kategorie in den letzten 5 Jahren 300 neue Farbtöne und rund siebenmal so viele Neuprodukte erschienen wie in einer durchschnittlichen Warengruppe (US-Markt).





In Zeiten von Social Media und Influencern ist eine breite Produktpalette jedoch keineswegs ausreichend – Konsumenten wollen ein persönliches Verhältnis zu ihren Produkten haben. In keiner anderen Kategorie ist es Konsumenten wichtiger sich mit einer Marke identifizieren zu können als in Dekorativer Kosmetik, was eine große Chance für Indiemarken darstellt. Dabei ist auch die Zielgruppe der Männer nicht zu vernachlässigen: 14 % aller Social Media Konversationen, in denen es um Schönheitspflege geht, werden von Männern gestartet.

Social Media und Influencer treiben die genannten Trends weiter voran, aber E-Commerce ist jener Teil der digitalen Welt, der die entsprechenden Kategorien möglicherweise am stärksten verändern wird. In den USA werden bereits 31 % des gesamten Beauty Care Umsatzes online realisiert. Eine überraschende Entwicklung, wenn man bedenkt, dass klassische E-Commerce Warengruppen jene Warengruppen sind, die sich aufgrund ihrer Verwendung oder ihres Volumens für Vorratskäufe eignen. Ein wichtiger Faktor ist daher sicherlich die Möglichkeit online neue, individuelle und glaubwürdige Marken und Produkte entdecken zu können.

Für eine erfolgreiche Zukunft müssen Hersteller auf diese Trends reagieren. Konsumenten verlangen Transparenz – darüber wofür die Marke steht und wie glaubhaft sie das umsetzt. Insbesondere in den genannten Kategorien müssen Marken authentisch sein, flexibel genug sein, um eine breite Zielgruppe anzusprechen und digitale Werkzeuge optimal einsetzen, um das aufgebaute Vertrauen flächendeckend zu skalieren.