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Verbrauchervertrauensindex: Verbrauchervertrauen leicht gedämpft, Sparen wieder im Trend
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Verbrauchervertrauensindex: Verbrauchervertrauen leicht gedämpft, Sparen wieder im Trend

104 Punkte: Der aktuelle Verbrauchervertrauensindex im ersten Quartal 2019 ist im Vergleich zum vorangegangenen Quartal (Q4 2018) stabil geblieben. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland jedoch nur noch auf Platz sieben, obwohl der europäische Durchschnittsindex bei rund 83 Punkten liegt und damit um einen Punkt gesunken ist (Q4 2018: 84 Punkte). Zuversichtlicher als die Deutschen sind die Dänen (119 Punkte), die Niederländer (108 Punkte), die Tschechen (107,5 Punkte), die Österreicher (107 Punkte), die Polen (105 Punkte) und die Schweizer (105 Punkte).

Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum Verbrauchervertrauen von Nielsen und The Conference Board®. Der Verbrauchervertrauensindex bildet die Einschätzung der Verbraucher zu ihren Job-Aussichten, ihrer persönlichen finanziellen Situation und ihrer Bereitschaft, Geld auszugeben, ab – immer mit Blick auf die kommenden zwölf Monate. Weltweit untersucht Nielsen seit 2005 das Verbrauchervertrauen in 64 Ländern.

Verbrauchervertrauensindex

SPARSTRUMPF IST WIEDER IN MODE

Auch wenn 51 Prozent der Deutschen im ersten Quartal 2019 angeben, dass sie die kommenden zwölf Monate für einen guten Anschaffungszeitpunkt halten, entdecken die Deutschen das Sparen wieder. So belegt der Sparstrumpf (29 Prozent) hinter Urlaub (46 Prozent) und Kleidung (44 Prozent) den dritten Platz im Ranking um die Ausgaben, die die Deutschen tätigen, wenn sie ihre Lebenshaltungskosten gedeckt haben. 

Ihre persönliche finanzielle Lage sehen die meisten Deutschen ebenfalls weiterhin positiv. Über die Hälfte (57 Prozent) der Bundesbürger bewerten diese für 2019 mit gut oder sehr gut. Im vorangegangenen Quartal waren es gut 59 Prozent. Zum Vergleich: Nur 43 Prozent des gesamteuropäischen Durchschnitts schätzen ihre Finanzen im ersten Quartal 2019 als gut oder sehr gut ein.

DIE DEUTSCHEN SORGEN SICH IMMER STÄRKER UM STEIGENDE VERSORGUNGSKOSTEN

Die Nielsen-Zahlen zeigen auch, was die Deutschen in den kommenden zwölf Monaten am meisten beunruhigt. Dabei gibt jeder fünfte Deutsche (21 Prozent) an, dass ihn steigende Versorgungskosten wie teurere Strom- oder Gasrechnungen beschäftigen. Im Vergleich sind das zehn Prozent mehr als noch im vierten Quartal 2018 (Q4 2018: 11 Prozent). Auf Platz zwei und drei der größten Sorgen liegen die eigene Gesundheit (19 Prozent, Q4 2018: 10 Prozent) und das Thema Einwanderung (19 Prozent, Q4 2018: 11 Prozent).

ÜBER DIE NIELSEN GLOBAL SURVEY

Die von Nielsen und dem Conference Board® gemeinsam durchgeführte Global Consumer Confidence Survey über das Vertrauen der Konsumenten und ihre Einkaufsgewohnheiten wurde zuletzt im ersten Quartal 2019 durchgeführt. Dabei wurden mehr als 32.000 regelmäßige Internetnutzer in 64 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale Abweichung von ±0,6 Prozent. Diese Onlineumfrage basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben. Der Verbrauchervertrauensindex für China wird in einer separaten Umfrage mit kombinierter Methodik unter 2.400 Befragten erhoben. Die Global Consumer Confidence Survey wird seit 2005 kontinuierlich durchgeführt.

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