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Einmal im jahr, geplant und teil des alltagseinkaufs: so shoppen die deutschen guthabenkarten

  • Nielsen-Studie:  22 Prozent der Haushalte in Deutschland kaufen Guthabenkarten
  • Spontan vs. geplant: Einkaufsverhalten unterscheidet sich je nach Guthabenkarten enorm
  • Guthabenkarten für Drogeriemärkte werden am liebsten vor Ort gekauft, für Events lieber online

Frankfurt, 12.12.2018 – Amazon, H&M, Ikea und Co.: Fast ein Viertel aller Haushalte in Deutschland hat in den vergangenen 12 Monaten Guthabenkarten gekauft. Besonders beliebt sind bei den Deutschen Guthabenkarten für Online-Shops, Drogeriemärkte oder Bekleidungsgeschäfte. Dabei kauft ein Drittel der Shopper von Guthabenkarten diese für den Eigenbedarf öfter spontan beim Alltagseinkauf, während andere Guthabenkarten wie zum Beispiel für Möbelhäuser bei bis zu 80 Prozent geplant im Einkaufswagen landen.
 
Das zeigt eine neue Guthabenkarten-Studie von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Konsumverhalten von Verbrauchern liefert. Darin wurden über 11.000 Konsumenten aus dem Nielsen Haushaltspanel zu ihren Einkaufgewohnheiten bei Guthabenkarten befragt.
 
„Die Verbraucher haben bei Guthabenkarten eine immer größere Auswahl. Das vielfältige Angebot deckt nahezu alle Bereiche ab und außerdem sind die Karten bereits in sehr vielen Geschäften erhältlich. Bei einigen Verbrauchern gehört die Karte mittlerweile zum Einkauf wie Butter, Milch und Zucker“, sagt Alexander Proske, Director Consumer & Shopper bei Nielsen Deutschland. „Häufig sind Guthabenkarten ein Geschenk. Das macht Festtage, wie zum Beispiel Weihnachten, besonders wichtig für den Guthabenkarten-Markt.“

Guthabenkarten für Online-Kauf haben die Nase vorn

Besonders beliebt sind Guthabenkarten für Online-Geschäfte wie beispielsweise Amazon oder myToys. 39 Prozent der Guthabenkartenkäufer in Deutschland erwerben solche mindestens einmal pro Jahr. Im Beliebtheitsranking belegen Guthabenkarten für Drogeriemärkte (28 Prozent) und für Bekleidungsgeschäfte (17 Prozent) die Plätze zwei und drei.
 
„Karten für Amazon und Co. sind bei den Haushalten in Deutschland beliebt.  Unter den Käufern von Guthaben für Online-Plattformen greift jeder Vierte sogar vier Mal oder öfter im Jahr zu. Auch Guthabenkarten für Apps oder Filme und Serien werden von gut jedem fünften Käufer dieser Karten mehrmals im Jahr gekauft. Bei Guthabenkarten für Bekleidung ist das anders: Hier ist der Anteil an ‚Ein- und Zweimal-Käufern‘ deutlich höher”, sagt Alexander Proske.

Gegenwert vs. Vorrat shoppen: Unterschiedliches Einkaufsverhalten bei Guthabenkarten

Die Studie zeigt zudem: Das Einkaufsverhalten bei den verschiedenen Guthabenkarten unterscheidet sich enorm. So landen vor allem Guthabenkarten für Möbelhäuser sehr geplant im Einkaufswagen (85 Prozent). Das gleiche Ergebnis zeigen auch Guthabenkarten für Parfümerien (85 Prozent), und auch Guthabenkarten für Bekleidung stehen bei den organisierten Shoppern auf dem Einkaufszettel (84 Prozent). Alexander Proske: „In Deutschland sind die Haushalte oft organisierte Einkäufer. Besonders Guthabenkarten, die beispielsweise beliebte Geschenke sind, kaufen die Verbraucher meist geplant.“
 
Guthabenkarten für Apps, Online-Spiele oder Filme, die eher für den Eigenbedarf sind, kaufen die Verbraucher hingegen häufiger spontan. Im Schnitt 38 Prozent der Käufer von Guthabenkarten für Filme, Serien oder Videos entscheiden sich kurzfristig für einen Kauf. Das gilt auch für Guthabenkarten für Transportmittel wie die Deutsche Bahn (37 Prozent), oder Apps (28 Prozent): „Guthabenkarten, die eher für den Eigenbedarf genutzt werden, sind für die Verbraucher so etwas wie der moderne Scheck. Als Zahlungsmittel für den eigenen Verbrauch landen diese bei vielen im Einkaufwagen.“

Vor Ort oder Online: Hier kaufen die Deutschen Guthabenkarten

„Die Haushalte kaufen Guthabenkarten für den eigenen Bedarf am liebsten in den Geschäften, in denen sie ihren täglichen Lebensmitteleinkauf machen. Neben Gemüse, Waschmittel und Joghurt findet man immer öfter auch die Guthabenkarte im Einkaufskorb“, ergänzt Alexander Proske. App-Guthabenkarten kaufen fast 60 Prozent der Käufer direkt beim Lebensmitteleinkauf im stationären Handel. Ähnlich sieht es bei weiteren Karten für den Eigenbedarf aus – wie etwa für Musik (59 Prozent) und Online-Spiele (53 Prozent). Die Verbraucher schätzen hierbei besonders, dass sie diese direkt in den Geschäften für den täglichen Lebensmitteleinkauf besorgen können.
 
Besonders bei Guthabenkarten für Drogeriemärkte wird Vor-Ort geshoppt. 81 Prozent der Käufer dieser Karten kaufen diese beim Einkauf von Shampoo und Zahnpasta im Drogeriemarkt direkt dazu. Aber nicht nur im stationären Handel, sondern auch online shoppen die Deutschen Guthabenkarten. Im digitalen Warenkorb landen vor allem Guthabenkarten für Events. 70 Prozent dieser Guthabenkarten werden online gekauft. Denn: 38 Prozent der Verbraucher schätzen online vor allem die große Auswahl.

Über die Guthabenkarten-Studie:

Für die Guthabenkarten-Studie hat Nielsen im September 2018 (07.09.-16.09.2018) erstmalig auf Basis des Nielsen Haushaltspanels (d.h. Konsum von Privathaushalten in DE) das Kaufverhalten von über 11.000 privaten Haushalten in Deutschland zu Guthaben-, Geschenk- und Telefonkarten untersucht.

ÜBER NIELSEN

Nielsen Holdings plc (NYSE: NLSN) ist ein globales Mess- und Datenanalyse-Unternehmen, das die umfassendste und verlässlichste Sicht auf Verbraucher und Märkte weltweit liefert, die auf dem Markt verfügbar ist. Unser Ansatz kombiniert Nielsen-Daten mit anderen Datenquellen, um Kunden auf der ganzen Welt dabei zu helfen, zu verstehen, was aktuell passiert, was in Zukunft passiert und wie sie auf dieser Basis am besten handeln können. Seit mehr als 90 Jahren liefert Nielsen Daten und Analysen basierend auf wissenschaftlicher Genauigkeit und Innovationen und entwickelt ständig neue Wege, um die wichtigsten Fragen der Einzelhandels-, Konsumgüter- sowie Medien- und Werbeindustrie zu beantworten. Als S&P 500-Unternehmen ist Nielsen in mehr als 100 Ländern tätig und deckt mehr als 90 Prozent der Weltbevölkerung ab. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.nielsen.de.

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