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Fan-Favorit: Radiohörer verbringen 58 % ihrer Einschaltzeit mit ihrem Lieblingssender

3 Minuten lesen | Dezember 2017

Vor weniger als einem Jahrzehnt hätten sich die meisten Verbraucher nicht vorstellen können, wie viele Möglichkeiten sie haben würden, sich mit Inhalten zu beschäftigen. Aber der Aufstieg der Technologie und der intelligenten Geräte hat die Schleusen der Medienoptionen geöffnet, und der Konsum und die alten Gewohnheiten haben sich entsprechend verändert. Die Beschäftigung mit dem AM/FM-Radio ist von diesen Veränderungen nicht unberührt geblieben. Heute können die Verbraucher mit einem Mausklick auf ihren Lieblingssender im sonnigen San Diego zugreifen, aktuelle Wetterinformationen in New York abrufen oder Popmusik auf dem Weg zur Schule in Denver hören.

Standort und Beschäftigung bestimmen den Radiokonsum

Aber wie können AM/FM-Sender bei so vielen Höreroptionen konkurrieren, um bei den Verbrauchern einen größeren Anteil an "Ohren" zu haben? Nun, das beliebte Sprichwort "Standort, Standort, Standort" trifft zu, wenn es um das Radio geht.

Laut dem Nielsen Total Audience Report für das zweite Quartal 2017 verbringen die Amerikaner 87 % ihres AM/FM-Radioempfangs mit ihren drei Lieblingssendern (basierend auf der Zeit, die sie mit jedem Sender verbringen). Noch interessanter ist, dass 58 % aller Hörer nur einen Sender hören, den Lieblingssender des Hörers (genannt "1st Preference", oder P1). Zwar unterscheiden sich die Formatpräferenzen je nach Hörgewohnheiten, geografischen Gegebenheiten und sogar demografischen Merkmalen, doch eines ist sicher: AM/FM-Radio spielt im Alltag der Verbraucher eine sehr wichtige Rolle.

Verglichen mit der Medienauswahl vor 10 Jahren sind die Audiomöglichkeiten heute viel vielfältiger, aber AM/FM-Radio erreicht immer noch93 % der Erwachsenen in den USA. Aber wo und wann wird es gehört?

Mehr als zwei Drittel des AM/FM-Hörens findet außerhalb des Hauses statt

Mehr als zwei Drittel des AM/FM-Radioempfangs findet außer Haus statt - bei der Arbeit oder in der Nähe des Einkaufsortes beim Einkaufen. Dem Bericht zufolge hören mindestens 65 % der amerikanischen Erwachsenen wochentags zwischen 6 und 19 Uhr außerhalb des Hauses Radio. Und der Spitzenwert des Konsums außerhalb des Hauses liegt bei 75 % während der nachmittäglichen Sendezeit zwischen 15 und 19 Uhr unter der Woche. Es überrascht nicht, dass Amerikaner, die berufstätig sind, mehr AM/FM-Radio hören als diejenigen, die nicht berufstätig sind.

Die Daten des Berichts zeigen auch, dass 76 % der Radiohörer zwischen 18 und 64 Jahren alt und berufstätig sind. Hörer, die Vollzeit beschäftigt sind, hören 2,5 Stunden länger pro Woche Radio als Hörer, die nicht beschäftigt sind. Angesichts der Tatsache, dass der durchschnittliche Arbeitsweg in den USA fast 26 Minuten beträgt (laut U.S. Census Bureau), überrascht es nicht, dass die Spitzenzeiten für vollzeitbeschäftigte Hörer zwischen 7.00 und 8.00 Uhr und zwischen 16.00 und 19.00 Uhr liegen.

Für Werbetreibende sind dies wichtige Erkenntnisse, da sie Details darüber liefern, wann sie ein aufmerksames Publikum ansprechen können - ein Publikum, das fast 2 Stunden und 45 Minuten mit dem Medium verbringt und über ein verfügbares Einkommen verfügt.

Erreichen verschiedener Hörer nach Format

Um die Hörgewohnheiten der Verbraucher zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, welche Formate sie einschalten. Von den 20 wichtigsten Formaten im Jahr 2017 waren Country und Nachrichten/Talk die beiden Spitzenreiter, die 13,6 % bzw. 12,2 % der Hörerschaft für sich gewinnen konnten (von allen Radiohörern landesweit entfielen 13,6 % auf Country-Sender und 12,2 % auf Nachrichten/Talk). Da Radioformate darauf zugeschnitten sind, große Gruppen von Menschen mit gemeinsamen Interessen anzusprechen, ist es ein effektives Medium, um ein vielfältigeres Publikum zu erreichen. Zum Beispiel hören mindestens 67 % der schwarzen und hispanischen Verbraucher täglich AM/FM-Radio: Hispanoamerikaner hören im Durchschnitt 5,2 Tage pro Woche Radio, Schwarze 5 Tage pro Woche.

Während der Wechsel der Jahreszeiten Veränderungen im Medienkonsum mit sich bringt, gibt es beim AM/FM-Radio nur sehr geringe saisonale Schwankungen. Im Laufe des Jahres ändert sich die monatliche Radiohörerschaft in den Märkten des Nielsen Portable People Meter nur um etwa 10 % zwischen dem meistgehörten Monat (Mai) und dem am wenigsten gehörten (Januar). Das Radiohören ist auch das ganze Jahr über konstant, mit einer sehr hohen Reichweite und einer häufigen Nutzung durch die durchschnittlichen Hörer (5 von sieben Tagen pro Woche eingeschaltet).