Die Teilnahme an den Pride-Feierlichkeiten im Juni ist für Marketingfachleute eine Gelegenheit, ihre Verbindungen zur LGBTQ+-Community auszubauen. Um Markenvertrauen und Loyalität bei LGBTQ+-Konsumenten aufzubauen, bedarf es jedoch auch über den Pride Month hinaus Unterstützung.
In der LGBTQ+-Community besteht ein deutlicher Wunsch nach einer akkuraten und authentischen Darstellung in den Medieninhalten und der Werbung, mit der sie interagieren. Nielsen-Daten zeichnen ein klares Bild: Ganze 63 % des LGBTQ+-Publikums in den USA fühlen sich in den Medien falsch dargestellt. 1 Darüber hinaus wünschen sich 60 % dieser Zielgruppen beim Konsumieren von Inhalten mehr Repräsentation. 2 Diese Antworten deuten auf eine starke Diskrepanz zwischen der Medienberichterstattung und den gelebten Erfahrungen der queeren Communitys hin.
Das Verständnis dieser Bedürfnisse eröffnet versierten Vermarktern zahlreiche Möglichkeiten, ihren Ruf auszubauen, um neue Kundenkanäle zu erschließen und die langfristige Markentreue des LGBTQ+-Publikums zu stärken. Laut unserem Nielsen Annual Marketing Report 2025 hat der Aufbau einer Markenbekanntheit im oberen Marketingtrichter für nordamerikanische Vermarkter höchste Priorität. 56 % gaben an, den Markenwert zur Bestimmung der Markengesundheit heranzuziehen (höher als jede andere Kennzahl).
Authentizität durch neue Medien navigieren
Um LGBTQ+-Zielgruppen effektiv zu erreichen, müssen Marken ihre Strategie auf die individuellen Mediengewohnheiten dieser Identitätsgruppe abstimmen. Die wachsende LGBTQ+-Zielgruppe ist zunehmend motiviert, ihre Aufmerksamkeit und Kaufkraft in sozialen Medien und bei Content-Erstellern zu investieren. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung verbringen LGBTQ+-Zielgruppen weniger Zeit vor dem Fernseher und mehr Zeit in sozialen Medien.
Laut Nielsen Scarborough verbringen LGBTQ+-Zielgruppen mit 50 % höherer Wahrscheinlichkeit drei oder mehr Stunden pro Tag in sozialen Medien. Das sind großartige Neuigkeiten für 66 % der Vermarkter, die angaben, dass sie ihre Budgets für soziale Medien im nächsten Jahr erhöhen wollen. 3
Die Anziehungskraft der Vernetzung über Content-Ersteller und Influencer, die vom Publikum über sozial vernetzte Kanäle aktiv gesucht werden, ist unbestreitbar: 77 % der Vermarkter in Nordamerika gaben an, dass sie ihre Ausgaben für neue Medienkanäle wie Influencer und CTV/OTT wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich erhöhen werden. 4 Der dominierende Zuschaueranteil von YouTube mit 12,4 % im April 2025 ist ein weiterer Trend, der diese Investitionen weiter vorantreibt. 5
Partnerschaften nutzen
Die Zusammenarbeit mit Influencern, die eine echte Verbindung zu ihrem Publikum aufgebaut haben, ist von entscheidender Bedeutung. Tatsächlich erachten Marketingfachleute dies als äußerst wichtig: 47 % der Befragten sehen in der „Betonung von Authentizität und Influencer-Inhalten“ einen führenden Trend für 2025 6 .
Diese Investitionen können sich lohnen: LGBTQ+-Zielgruppen, die über Influencer-Medien vernetzt sind, kaufen mit 47 % höherer Wahrscheinlichkeit Produkte, die von Influencern beworben werden. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ein Produkt kaufen, um 52 % höher, wenn eine Marke in Inhalten mit diversen Urhebern wirbt 7 .
Ein überzeugendes Beispiel für die Nutzung von Partnerschaften mit LGBTQ+-Produzenten ist die neue Show Overcompensating von Benito Skinner, einem LGBTQ+-Produzenten, der sich mit seinen viralen Social-Media-Charakteren eine beachtliche Fangemeinde aufgebaut hat. In der ersten Woche nach der Veröffentlichung verzeichnete die Show beeindruckende 123 Millionen Zuschauerminuten 8 .
Dieser frühe Erfolg unterstreicht eine bedeutende Chance: Durch die Unterstützung von LGBTQ+-Kreativen, die eine authentische Verbindung zu ihrem Publikum aufgebaut haben, können Medienunternehmen diese engagierten Zuschauer effektiv für ihre Inhalte gewinnen. Dieser Ansatz trägt nicht nur dazu bei, die vom Publikum gewünschte authentische Repräsentation zu liefern, sondern bietet auch einen konkreten Weg zur Steigerung der Zuschauerzahlen, basierend auf dem gegenseitigen Vertrauen zwischen den Machern und ihren Communities.
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Anmerkungen
1 Nielsen-Studie zu Einstellungen zur Repräsentation, 2025
2 Nielsen-Studie zu Einstellungen zur Repräsentation, 2025
3 Nielsen Annual Marketing Report, 2025
4 Nielsen Annual Marketing Report, 2025
5 The Gauge , Nielsen, April 2025
6 Nielsen Annual Marketing Report, 2025
7 Nielsen-Studie „Einstellungen zu Anzeigen“, 2024
8 Nielsen Nationale TV-Einschaltquoten P2+



