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Wirkt Ihre Werbung oder gefällt sie Ihnen nur?
Bericht

Wirkt Ihre Werbung oder gefällt sie Ihnen nur?

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Wussten Sie, dass die Anzahl der Nervenzellen in unserem Gehirn etwa der Anzahl der Sterne in unserer Galaxie entspricht? Oder dass jede Nervenzelle durchschnittlich rund 1.000 mal mit anderen Nervenzellen vernetzt ist? Unser Gehirn ist ein unfassbar komplexes und faszinierendes Organ, doch nach welch verhältnismäßig einfachen Prinzipien es funktioniert wird in der Gestaltung von Werbemitteln oft nicht berücksichtigt.

UNSER HIRN IST IM PERMANENTEN ENERGIESPARMODUS

Eine der wichtigsten Aufgaben des Gehirns ist es, so oft und so viel Energie wie möglich zu sparen – auch beim Denken. So verbraucht das Gehirn nämlich rund 20 Prozent der täglich von uns aufgenommenen Energie, obwohl es nur etwa 3 Prozent unserer Körpermasse ausmacht. Daher bedient es sich überwiegend energieeffizienter Strukturen, um uns im Alltag zu steuern und Entscheidung zu fällen. Daniel Kahneman, der israelisch-US-amerikanische Psychologe und Nobelpreisträger, hat hierfür den Begriff "System 1-Prozesse" geprägt. Sie laufen automatisch und vor allem gänzlich unbewusst ab. Das bewusste Denken hingegen, von Kahneman entsprechend "System 2-Prozess" genannt, benötigt wesentlich mehr Energie. Wir setzen es erst ein, wenn unser Hirn keine andere Möglichkeit hierfür sieht. Folglich wird ein Großteil unseres Alltags von "System 1-Prozessen" bestimmt.

Durch den Einsatz neurowissenschaftlicher Methoden können diese automatischen Prozesse sichtbar gemacht werden. Von den Erkenntnissen können auch Unternehmen in vielfältiger Weise profitieren, darunter z.B. ganz konkret bei der Beurteilung der Wirkung eines Werbemittels.

EIN GANZHEITLICHER BLICK AUF DEN KUNDEN

Eine klassische Befragung allein zeichnet genau genommen nur ein unvollständiges Bild des Kunden, da vieles, was dessen Urteil beeinflusst, tatsächlich unbewusst abläuft. Noch dazu äußern die Befragten nicht immer ihre "wahre" Meinung, denn jede Antwort läuft vor der Artikulation durch eine Vielzahl von Filtern. 

Mit neurowissenschaftlichen Methoden ist es jedoch möglich, die unbewussten und vor allem ungefilterten Reaktionen auf ein Werbemittel zu erfassen. Das Ergebnis ist ein ganzheitlicherer Blick auf den Kunden.

Sie helfen beispielsweise zu verstehen, wie der Kunde auf der emotionalen Ebene auf das Werbemittel reagiert, welche Werbebotschaften er mit Gedächtnisinhalten verknüpfen kann und wie viel "Rechenleistung" sein Hirn bei der Verarbeitung des Werbemittels benötigt. Damit liefern neurowissenschaftliche Methoden einzigartige Einblicke, die die Beurteilung der Wirkung eines Werbemittels sinnvoll und objektiv ergänzen.

WICHTIG IST, DASS EIN WERBEMITTEL "AUF DEN ERSTEN BLICK" WIRKT

Unsere Umwelt wird immer komplexer, die Anzahl der Werbeplattformen immer größer und die Aufmerksamkeitsspanne der Konsumenten immer kürzer wird. Für Unternehmen bedeutet dies einen zunehmenden Wettstreit um die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden. Umso wichtiger ist es daher, dass ein Werbemittel "auf den ersten Blick" wirkt. Oft wird hier nur die Reichweite eines Werbemittels, also die Zahl der Likes, Klicks, Shares und Tweets, zur Beurteilung herangezogen. Doch sagen diese Zahlen nichts über die unbewusste Wirkung des Werbemittels aus. Nicht alles, was rege geteilt wird, hat auch einen positiven Effekt für die Marke oder das beworbene Produkt. Auch deshalb ist es sinnvoll, buchstäblich einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die neuronale Reaktion mit zu berücksichtigen.

Sie wollen mehr über dieses spannende Thema lernen und erfahren, wie Sie neurowissenschaftliche Methoden auch für sich nutzen können?

Wenden Sie sich an Marcel Bartling ([email protected], Tel.: +49 (0)173 6718021) oder besuchen Sie unsere Website für weiterführende Informationen.