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Über den Bildschirmrand hinaus geblickt: der Cross Platform Report
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Über den Bildschirmrand hinaus geblickt: der Cross Platform Report

Die Analyse unserer Sehgewohnheiten zeigt: die Menge der im TV und in digitalen Medien konsumierten Inhalte wächst kontinuierlich. Wie stressig unser Leben auch geworden ist, offensichtlich finden wir noch genügend Zeit, Sendungen und Inhalte anzusehen, die uns interessieren.

Der Blick über den Rand des TV-Gerätes hinaus

Smartphones und Tablets machen es uns heute leichter denn je miteinander und mit unseren Lieblingssendungen verbunden zu bleiben. Entsprechend stark nimmt die Nutzung mobiler Endgeräte und die Menge speziell für sie optimierter Medieninhalte zu. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass sich das traditionelle Fernsehen nicht nur behauptet. Tatsächlich hat sich der TV-Konsum innerhalb der amerikanischen Bevölkerung in den letzten Jahren sogar noch verstärkt. Dabei liegen afroamerikanische Haushalte an der Spitze – und diese Familien sind es auch, die vermehrt mobile und digitale Videos ansehen. Angesichts der Vielfalt an Optionen haben Medienkonsumenten heute alle sie interessierenden Bewegtbild-Inhalte immer und überall dabei. Wenn sie das Haus am Morgen verlassen auf Smartphone oder Tablet. Oder nach Feierabend beim Entspannen vor dem Fernseher, am Laptop oder am PC.

Mobile Konsumenten beflügeln mobile Content

Der mobile Verbraucher ist heute die treibende Kraft hinter der rasanten Erfolgsgeschichte von Smartphones und Tablets. Denn er konsumiert immer mehr Videoinhalte, Nachrichten, Informationen und Sportergebnisse auf mobilen Endgeräten. Darüber hinaus nutzt er diese, um mit seinen Freunden in sozialen Netzwerken in Kontakt zu bleiben und zum Einkaufen. Dies findet in den Ergebnissen des aktuellen Nielsen CrossPlatform Reports Ausdruck. 87 Prozent ihrer Zeit verbringen Smartphone-Nutzer mit der Nutzung ihrer Apps. Die restliche Zeit verbringen sie im mobilen Internet. Männer und Frauen verbringen mehr als vier Stunden pro Monat im mobilen Internet. Dabei haben Frauen mit durchschnittlich zwei Stunden Mehrnutzung im Monat sogar die Nase vorne. Durchschnittlich verbringen Amerikaner 42 Stunden in der Woche vor dem Bildschirm. Dabei zeigen sich jedoch signifikante Unterschiede: Afroamerikaner liegen mit mehr als 55 Stunden deutlich vor Hispanics mit 34 und Amerikaner asiatischer Herkunft mit mehr als 26 Stunden. Von den durchschnittlich 42 Stunden werden fast 37 vor dem Fernseher verbracht.

Nutzung mobiler Endgeräte und TV-Konsum

Mobile Endgeräte werden immer mehr zu einem Teil unserer täglichen TV-Routinen. Fast die Hälfte der befragten Smartphone (46 Prozent) und Tablet-Besitzer (43 Prozent) nutzen ihre Geräte parallel während des Fernsehens. Wöchentlich tun dies sogar fast zwei Drittel. Es stellt sich daher die Frage, ob diese Nutzer ihr mobiles Endgerät zur Ablenkung oder zur Vertiefung des Gesehen nutzen. Die Antwort lautet: beides. 76 Prozent der Tablet-Besitzer recherchieren im Internet, 68 Prozent surfen einfach parallel zum TV-Konsum. Viele Medienkonsumenten nutzen den zweiten Bildschirm jedoch auch, um gezielt zusätzliche Informationen zum gerade gesehenen TV-Programm zu erhalten.

Mehr als die Hälfte der Smartphone und Tablet-Nutzer besucht während des Fernsehens soziale Netzwerke. Immerhin ein Fünftel diskutiert dort mit anderen Nutzern über das gerade laufende Programm. Deutlich mehr Tablet-Nutzer nehmen über ihr Endgerät Kontakt zur Sendung auf oder veröffentlichen einen Post dazu. Einige Nutzer mehrerer Bildschirme gaben zudem an, Sendungen eingeschaltet zu haben, weil sie über diese in sozialen Netzwerken gelesen haben. Insgesamt verbringen Smartphone-Besitzer monatlich neun Stunden mit ihrem Endgerät in sozialen Netzwerken. Tablet-Nutzer bringen es im Durchschnitt auf vier Stunden im Monat. Darüber hinaus gaben 20 Prozent der Tablet-Besitzer an, auf ihrem Endgerät Produkte bestellt zu haben, die im TV beworben wurden. Dadurch ergeben sich für Werbetreibende neue Chancen, mit ihren Kunden in Kontakt zu treten.