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Wie soziale Medien das Markenmarketing beeinflussen

3 Minuten lesen | Oktober 2011

Die Verbraucher verbringen mehr Zeit denn je mit sozialen Medien, wie der kürzlich von Nielsen und NM Incite, einem Unternehmen von Nielsen/McKinsey, veröffentlichte Social Media Report zeigt. Aufbauend auf diesem Bericht hilft die Studie von NM Incite dabei, die Auswirkungen von Social Media auf Vermarkter aufzudecken, die versuchen, ihre Marken aufzubauen und eine direktere Verbindung mit ihrem Publikum herzustellen.

Soziale Medien spielen eine wichtige Rolle dabei, wie Verbraucher Informationen über Marken und Produkte entdecken, recherchieren und weitergeben. Tatsächlich haben 60 Prozent der Verbraucher, die Produkte über mehrere Online-Quellen recherchieren, über soziale Netzwerke von einer bestimmten Marke oder einem bestimmten Einzelhändler erfahren. Aktive Nutzer sozialer Medien lesen eher Produktbewertungen online, und 3 von 5 erstellen ihre eigenen Bewertungen von Produkten und Dienstleistungen. Frauen sind eher bereit, anderen von Produkten zu erzählen, die ihnen gefallen (81 % der Frauen gegenüber 72 % der Männer), als Männer. Insgesamt sind von Verbrauchern erstellte Rezensionen und Produktbewertungen die bevorzugten Quellen für Produktinformationen unter Nutzern sozialer Medien.

Bevorzugte Quellen für Markeninformationen

Untersuchungen zeigen, dass Verbraucher soziale Medien zunehmend als Plattform nutzen, um ihre Loyalität zu ihren Lieblingsmarken und -produkten auszudrücken, und viele versuchen, von den Marken zu profitieren, wenn sie ihnen helfen, ihre Produkte zu bewerben. Von denjenigen, die ihre Markenerfahrungen über soziale Medien teilen, sagen mindestens 41 Prozent, dass sie dies tun, um Rabatte zu erhalten. Bei der Produktrecherche vertrauen die Nutzer sozialer Medien am ehesten den Empfehlungen ihrer Freunde und Familienangehörigen, und die Ergebnisse der globalen Online-Umfrage von Nielsen zeigen, dass zwei von drei Befragten angaben, dass sie von Werbung mit sozialem Kontext entweder stark oder etwas beeinflusst wurden.

Soziale Medien spielen auch eine wichtige Rolle beim Schutz von Marken: 58 Prozent der Social-Media-Nutzer geben an, dass sie Produktbewertungen schreiben, um andere vor schlechten Erfahrungen zu schützen, und fast jeder Vierte gibt an, dass er seine negativen Erfahrungen teilt, um "Unternehmen zu bestrafen". Viele Kunden nutzen soziale Medien auch, um mit Marken auf der Ebene des Kundendienstes in Kontakt zu treten: 42 Prozent der 18- bis 34-Jährigen geben an, dass sie bei einer Beschwerde innerhalb von 12 Stunden Kundendienst erwarten.

Warum Verbraucher ihre Erfahrungen mit Unternehmen teilen

Ein weiterer interessanter Trend ist das Interesse der Verbraucher, über die sozialen Medien als Botschafter und Fürsprecher für Marken aufzutreten. Eine Mehrheit der aktiven Nutzer sozialer Netzwerke (53 %) folgt Marken. Diese Marken rekrutieren zunehmend ihre Fans und Anhänger, um Mund-zu-Mund-Propaganda über ihre Produkte und Dienstleistungen zu verbreiten, und unter den Verbrauchern, die online Produktrezensionen verfassen, gibt die Mehrheit an, dass sie ihre Erfahrungen teilen, um dem Unternehmen "Anerkennung für eine gut gemachte Arbeit zu geben". Social-Media-Nutzer sind auch daran interessiert, mit ihren Lieblingsmarken zusammenzuarbeiten. 60 Prozent der 18- bis 34-Jährigen geben an, dass sie Empfehlungen zur Produktverbesserung geben möchten, und weitere 64 Prozent möchten ihre Produkte individuell anpassen.